Bundespolizeidirektion München: 75 Jahre Bundespolizei – Jubiläumskonzert in Waldmünchen
Waldmünchen - Anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Bundespolizei tritt am Freitagabend, den 8. Mai 2026 das Bundespolizeiorchester München in der Dreifachturnhalle in Waldmünchen auf. Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen lädt zu dem Jubiläumskonzert sehr herzlich die Bevölkerung ein. Insgesamt sind 300 kostenlose Eintrittskarten im Tourismusbüro der Stadt Waldmünchen erhältlich.
Die 75-jährige Geschichte der Bundespolizei ist ein Wandel von paramilitärischer Grenztruppe hin zu einer modernen "Polizei des Bundes". Ein Rückblick:
Am 16. März 1951 trat das Gesetz über die Einrichtung eines Bundesgrenzschutzes in Kraft. Die ersten 10.000 Mann erhielten den Auftrag, die Grenzen der jungen Bundesrepublik zu schützen.
Während des Kalten Krieges war der Bundesgrenzschutz (BGS) als Sonderpolizei des Bundes vorrangig für die Sicherheit an der innerdeutschen Grenze und zur Tschechoslowakei zuständig. Die Beamten dokumentierten die Grenzanlagen und Aktivitäten der jeweiligen Grenztruppen. Für Menschen, die in den Westen flohen, war der BGS erste Anlaufstelle und oft genug auch die letzte Rettung.
Ein zentraler Meilenstein in der Geschichte des BGS war die Gründung der Spezialeinheit GSG 9. Ulrich Wegener erhielt nach dem Olympia-Attentat in München 1972 von Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher den Auftrag, eine Spezialeinheit zur Terrorismusbekämpfung aufzubauen. Der wohl bekannteste Einsatz unter seiner Führung war die erfolgreiche Befreiung der Geiseln der entführten Lufthansa-Maschine "Landshut" in Mogadischu im Oktober 1977 ("Operation Feuerzauber").
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Wiedervereinigung änderten sich die Aufgaben. 1992 übernahm der BGS die Zuständigkeit der Bahnpolizei und Luftsicherheit. Mit der Namensänderung 2005 von Bundesgrenzschutz in Bundespolizei spiegelte sich die Entwicklung wider, dass der Schutz der Grenzen nicht mehr die einzige Hauptaufgabe war.
2015 übernahm die Bundespolizei bei der Bewältigung der Migrationskrise eine zentrale Rolle. Sie führte die Registrierung und Erstversorgung der Schutzsuchenden durch.
Die Geschichte der Bundespolizei ist in weiten Teilen ein Spiegelbild der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Umwandlung in die moderne Bundespolizei war notwendig, um den Herausforderungen eines geeinten Deutschlands und der offenen Grenzen in Europa gerecht zu werden.
Heute ist die Bundespolizei mit rund 55.000 Mitarbeitern die größte Polizeibehörde Deutschlands. Sie ist ein essenzieller Teil der Sicherheitsarchitektur Deutschlands.
Die 75-jährige Tradition im Dienste der inneren Sicherheit möchte die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen nun gemeinsam mit der Öffentlichkeit feiern. Dazu Polizeioberrat Martin Ebenschwanger, Leiter der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen: "Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, wir laden Sie ganz herzlich zu unserem Jubiläumskonzert mit dem Bundespolizeiorchester München ein."
Informationen zum Konzert im Überblick:
Datum: Freitag, den 8. Mai 2026
Uhrzeit: Einlass ab 18:00 Uhr, Beginn um 19:00 Uhr
Ort: Dreifachturnhalle, Dr.-Matthias-Lechner-Straße 6, 93449 Waldmünchen
Programm:
Nach der Festansprache mit Polizeioberrat Martin Ebenschwanger lädt das renommierte Bundespolizeiorchester München zu einem außergewöhnlichen Abend voller musikalischer Grenzgänge ein. Die 45 Musikerinnen und Musiker, bekannt für ihre Vielseitigkeit und Präzision auf nationalen und internationalen Bühnen, versprechen ein Festprogramm, das orchestralen Glanz mit modernen Pop Hits verbindet.
Unter der Leitung von Philipp Armbruster - einem Dirigenten, dessen künstlerische Bandbreite ihn bereits an Opernhäuser wie Stuttgart, Dresden und Dublin führte - geht es auf eine emotionale Reise von den heroischen Klängen Hollywoods über unsterbliche Rock-Hymnen bis zum charmanten Esprit der Operette.
Als besonderer Höhepunkt für das Jubiläumskonzert konnte die Sängerin Theresa Sittenauer verpflichtet werden, die das Programm stimmgewaltig bereichert. Ein Abend voller Lebensfreude, den man nicht verpassen sollte!
Eintritt: Der Eintritt ist frei.
Ticketreservierung: Die Freikarten können ab 20. April 2026 im Tourismusbüro der Stadt Waldmünchen abgeholt werden. Es werden maximal zwei Tickets pro Person abgegeben. Solange der Vorrat reicht.
Öffnungszeiten Tourismusbüro der Stadt Waldmünchen:
Montag - Donnerstag: 08:00 - 12:30 Uhr & 13:30 - 16:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 12:30 Uhr
Rückfragen bitte an:
Pressekontakt:
Sylvia Hieninger
Bundespolizeiinspektion Waldmünchen
An der Walk 3 | 93449 Waldmünchen
Polizeihauptkommissarin
Telefon: 09972 9408-106
E-Mail: bpoli.waldmuenchen.controlling@polizei.bund.de
Die Beamten der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen verrichten ihren
Dienst am Inspektionssitz in Waldmünchen sowie in den nachgeordneten
Bundespolizeirevieren Furth i. W. und Regensburg (Bahnhof).
Der Zuständigkeitsbereich der Dienststelle umfasst die Landkreise
Cham, Schwandorf, Amberg-Sulzbach, Regensburg, Neumarkt und Kelheim
sowie die kreisfreien Städte Regensburg und Amberg. Zu den
Kernaufgaben der Inspektion gehören die Binnengrenzfahndung und die
Gewährleistung der Sicherheit von Bahnreisenden. Die Waldmünchener
Bundespolizisten bekämpfen grenzüberschreitende Kriminalität in enger
Zusammenarbeit mit der bayerischen und tschechischen Polizei sowie
dem Zoll. Im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich ist die
Bundespolizeiinspektion Waldmünchen zuständig für Gefahrenabwehr und
Strafverfolgung auf den Bahnlinien und Bahnhöfen der südlichen
Oberpfalz.