Bundespolizeidirektion München: Gefängnis nach Grenzkontrolle / Bundespolizei verhaftet mehrere gesuchte Personen

Die Rosenheimer Bundespolizei hat übers Wochenende (18./19. April) im Rahmen der Grenzkontrollen bei Kiefersfelden mehrere gesuchte Personen gefasst. Die Männer aus Gambia, Kroatien, Bulgarien, Polen und Eritrea befinden sich mittlerweile im Gefängnis. Noch in der Nacht von Sonntag auf Montag kontrollierten die Bundespolizisten einen gambischen Businsassen. Der 27-Jährige verfügte nicht über die Papiere, die für die Einreise in die Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Mithilfe seiner Fingerabdrücke fanden die Beamten heraus, dass es sich um einen von den Justizbehörden in Augsburg, Traunstein und Kempten gesuchten Mann handelt. Wegen Beleidigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie versuchter unerlaubter Einreise hatte der 27-Jährige Justizschulden in Höhe von insgesamt rund 4.100 Euro. Mangels finanzieller Möglichkeiten muss er für knapp 330 Tage in Haft. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert. Während seines Gefängnisaufenthalts wird er sich voraussichtlich auch aufgrund des neuen illegalen Einreiseversuchs zu verantworten haben. Sonntagnacht überprüften die Bundespolizisten die Personalien eines kroatischen Pkw-Mitfahrers. Der 26-Jährige wurde, wie sich herausstellte, unter anderem wegen vier ausstehender Bußgeldzahlungen von der Münchner beziehungsweise Deggendorfer Justiz gesucht. Außerdem war die Staatsanwaltschaft München am Aufenthaltsort des Kroaten interessiert, da ihm Zahlungsaufforderungen zu Strafbefehlen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Körperverletzung in Höhe von 1.750 Euro und 1.250 Euro auszuhändigen waren. Damit noch nicht genug: Das Amtsgericht Fürstenfeldbruck hatte gegen den Mann die Untersuchungshaft angeordnet, da er beschuldigt wird, 2024 eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben. Der dringend Tatverdächtige wurde in die Haftanstalt nach Bernau gebracht. Ins Bernauer Gefängnis musste auch ein bulgarischer Staatsangehöriger, der in einem Auto mit niederländischen Kennzeichen mitgefahren und beim Grenzübertritt von der Bundespolizei kontrolliert worden war. Der 37-Jährige hatte aufgrund eines Strafbefehls des Amtsgerichts Regensburg eine Geldstrafe von 4.360 Euro zu zahlen. Da er nicht über so viel Geld verfügte, wurde er ersatzweise für die Dauer von 109 Tagen inhaftiert. Für 290 Tage muss ein Pole in Traunstein ins Gefängnis. Gegen ihn lagen ein Strafbefehl des Amtsgerichts Schwerte wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, ein Strafbefehl des Amtsgerichts Krefeld wegen Urkundenfälschung und ein Strafbefehl des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz vor. Zusammengerechnet hätte der 36-Jährige für die drei Vergehen 5.800 Euro zahlen müssen. Da er nicht über diese Summe verfügte, lieferten ihn die Rosenheimer Bundespolizisten ersatzweise in die Justizvollzugsanstalt Traunstein ein. Ob es bei dem 290-tägigen Haftaufenthalt bleibt, steht noch nicht fest, da gegen den Mann auch noch ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Lingen (Ems) wegen wiederholten Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorliegt. Für die Dauer von sechs Wochen muss ein Eritreer ins Gefängnis. Bei der grenzpolizeilichen Überprüfung der Personalien fanden die Beamten heraus, dass der 33-Jährige von der Justiz in Frankfurt (Main) wegen Diebstahls und von der Traunsteiner Justiz wegen illegalen Einreiseversuchs gesucht wurde. Die festgesetzten Geldstrafen von 2.500 Euro und 580 Euro konnte der Afrikaner nicht zahlen. Daher wurden die 25- und 29-tägigen Ersatzfreiheitsstrafen fällig. An seinem vorübergehenden Aufenthaltsort in der Bernauer Haftanstalt dürften auch die Staatsanwaltschaften Halle und Frankfurt (Main) aufgrund weiterer Ermittlungen wegen Diebstahls und Steuerhinterziehung interessiert sein. Rückfragen bitte an: Dr. Rainer Scharf Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim Telefon: 08031 8026-2200 Fax: 08031 8026-2099 E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de Internet: | X: bpol_by Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450 Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte Kontaktadresse oder unter sowie unter .