Frau durch Schockanruf geschädigt

(SN) Erneut offenbar gezielt lebensältere Menschen in den Fokus genommen haben Kriminelle im Kreis Minden-Lübbecke. So erhielt die Polizei am Montagabend Kenntnis über einen vollendeten Betrugsfall in Minderheide. Zuvor hatte eine Seniorin gegen 18.30 Uhr einen sogenannten Schockanruf erhalten und war dabei in dem Gespräch von einer angeblichen Angehörigen mit dem Umstand konfrontiert worden, dass diese einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um schwere Konsequenzen abzuwenden, so die Angaben der Anruferin und einer ebenfalls am Gespräch beteiligten falschen Polizistin, sei die Bereitstellung einer höheren Bargeldsumme nötig. Dabei kommunizierte das Betrüger-Duo mit seinem Opfer ausschließlich in russischer Sprache. Den Ausführungen der Betrügerinnen schenkte die Angerufene Glauben. Gegen 21 Uhr kam es schließlich zur Geldübergabe an einen Kurier. Erst später bemerkte die Geschädigte Opfer eines Betrugs geworden zu sein. Der Abholer konnte gegenüber der Polizei wie folgt beschrieben werden: etwa 30 Jahre alt, ca. 160 bis 170 cm groß, dunkle Haare, 3-Tage-Bart, bekleidet mit einem roten Pullover. Bei dem benutzten Fahrzeug könnte es sich um ein Taxi mit blauer Aufschrift gehandelt haben. Wem ein solches Fahrzeug oder der Abholer selbst am Montagabend im Bereich Am Schäferfeld, Liegnitzstraße, Hohenfriedbergweg, Seydlitzstraße aufgefallen ist, der wird gebeten, unter Telefon (0571) 88660 Kontakt zur Polizei aufzunehmen. Die Ermittler warnen dringend davor, Fremden Auskünfte zu Wohn- und Eigentumsverhältnissen zu geben, Zutritt in die privaten Räumlichkeiten zu gewähren oder gar Wertgegenstände auszuhändigen. Wenn Anrufer sich als Polizei ausgeben und Wertgegenstände oder Geld abholen wollen, handelt es sich immer um Betrug. Betroffene sollten umgehend das Telefonat durch eigenes Auflegen beenden. Kam es bereits zu einer Schädigung, wählen Sie bitte den Polizeinotruf 110. Außerdem appellieren die Beamten, ältere Angehörigen regelmäßig von den Betrugsmaschen zu berichten und sie zu diesen zu sensibilisieren. Rückfragen ausschließlich von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Thomas Bensch (TB), Tel. 0571/8866-1300 Felix Werner (FW), Tel. 0571/8866-1301 Nils Schröder (SN), Tel. 0571/8866-1302 Daniel Mendes (DM), Tel. 0571/8866-1300 Boris Tegtmeier (BT), Tel. 0571/8866-1300 E-Mail: pressestelle.minden@polizei.nrw.de Außerhalb der Bürozeit: Leitstelle Polizei Minden-Lübbecke Telefon: (0571) 8866-0