Über 1300 Geschwindigkeitsverstöße in der Aktionswoche „ROADPOL Speed“ -#polsiwi
In der vergangenen Woche gab es die europaweite Sonderkontrollwoche "Roadpol Speed". An dieser Kontrollaktion beteiligte sich auch die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein.
Fast 1.400 Mal löste eines der Geschwindigkeitsmessgeräte in der Aktionswoche im Kreisgebiet aus. An jedem Tag fanden Geschwindigkeitsmessungen an den verschiedensten Standorten statt.
Die Standortauswahl richtet sich dabei grundsätzlich nach verschiedenen Kriterien. So kann es sich um sogenannte neuralgische Stellen wie die Nähe zu Kindergarten, Schule, Seniorenheim, Krankenhäusern oder ähnliche Örtlichkeiten handeln. Denkbar sind auch Beschwerdestellen, die in bestimmten Abständen überprüft werden. Natürlich zählen auch unfallkritische Stellen oder Strecken dazu. Nicht zuletzt misst die Kreispolizeibehörde auch an Strecken beziehungsweise Stellen, an denen deutlich überproportional zu schnell gefahren wird (Menge der Verstöße, Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitungen).
Das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der wesentlichen Hauptunfallursachen, gerade bei Unfällen mit schweren Folgen (Schwerverletzte oder sogar tödlich Verletzte), und stellt somit einen Schwerpunkt in der polizeilichen Verkehrsunfallbekämpfung dar.
Der Leiter der Direktion Verkehr, Polizeirat Marcel Zirnsak, betont: "Es ist ein wesentliches Ziel unserer Kreispolizeibehörde, flächendeckend das Geschwindigkeitsniveau zu senken, so dass es möglichst nicht zu signifikanten Geschwindigkeitsverstößen kommt. Jeder muss überall zu jeder Zeit des Tages damit rechnen, gemessen zu werden. Nur so ist eine Senkung der gefahrenen Durchschnittgeschwindigkeit und damit die "Vision Zero" erreichbar."
Der gravierendste Geschwindigkeitsverstoß dieser Woche wurde am Dienstagmorgen (14. April) im Heestal gemessen. Statt der erlaubten 70 km/h standen für einen Cupra mit Siegener Kennzeichen 132 km/h auf dem Display. Abzüglich der Toleranzwerte verbleibt eine Überschreitung von 46 km/h auf der Landstraße. Der Bußgeldkatalog sieht dafür ein Bußgeld in Höhe von 320 Euro, einen Monat Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg vor.
Warum ein Bußgeld in dieser Höhe vorgesehen ist, das verdeutlicht die Kreispolizeibehörde mit einem Rechenbeispiel: "Bei 70 km/h beträgt der Anhalteweg ca. 70 m. Bei 130 km/h ist er fast drei Mal so lang, nämlich ca. 208 Meter. Muss man plötzlich auf der Landstraße wegen einer unvorhersehbaren Situation bremsen, können die 140 Meter mehr über Leben und Tod entscheiden."
Rückfragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0271 - 7099 1222
E-Mail: pressestelle.siegen-wittgenstein@polizei.nrw.de