BPOLI MD: 25-Jähriger per Haftbefehl gesucht – Freund zahlt haftabwendenden Betrag
Am Sonntag, den 26. April 2026 um 22:15 Uhr bestreiften Beamte der Bundespolizei den Magdeburger Hauptbahnhof im Bereich der Bahnsteige 5 und 6, als sie auf einen Mann aufmerksam wurden, der bei Erkennen der Streife zunächst flüchtete und sich dann in Bahnhofsnähe im Gras versteckte. Bei der Nahbereichsfahndung konnte der Mann schließlich gestellt werden. Da eine zweifelsfreie Identitätsfeststellung vor Ort nicht möglich war, erfolgte seine Mitnahme in die Dienststelle am Magdeburger Hauptbahnhof. Bei der Durchsuchung wurden Personaldokumente aufgefunden, die nicht auf seinem Namen ausgestellt waren. Schließlich ergab die Überprüfung seiner Personalien mittels Fingerabdruckscan mit dem polizeilichen Fahndungsbestand, dass der 25-Jährige seitens der Staatsanwaltschaft Mannheim per Haftbefehl gesucht wird. Demnach wurde der Vietnamese durch das Amtsgericht Mannheim per Strafbefehl im November 2024 wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro beziehungsweise zu ursprünglich 60 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt. Da der Verurteilte jedoch unbekannten Aufenthalts war, erließ die Staatsanwaltschaft Mannheim im März 2025 den in Rede stehenden Haftbefehl. Diesen eröffneten ihm die Beamten und nahmen ihn fest. Zwischenzeitlich konnte der Vietnamese einen Freund kontaktieren, der ihn durch Zahlung der 600 Euro zuzüglich der Verfahrenskosten von 77,50 Euro vor einem 30-tägigen Haftantritt bewahrte. Die Bundespolizisten informierten die ausschreibende Behörde über die Vollstreckung des Haftbefehls und fertigten darüber hinaus Strafanzeigen gegen den Mann wegen Unterschlagung und Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz. Der 25-Jährige wurde nach Abschluss aller Maßnahmen entlassen.
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