Nr.: 0289 –#Aufgeklärt! – Kinder vor Cybergrooming schützen – Einladung für Medien–

-Ort: Bremen Zeit: 30.04.2025Das erste Smartphone: Für viele Kinder markiert es den Übergang zum Teenageralter. Kontakte über soziale Medien bedeuten Freiheit und auch die erste richtige Unabhängigkeit von den Eltern. Doch die Gefahren werden oft übersehen. Deshalb wollen Polizei und Schulen hier mit dem neuen Projekt #Aufgeklärt! Handlungsstrategien für Eltern und Kinder aufzeigen. "White Tiger" nannte sich ein 21-Jähriger im Netz, der derzeit in Hamburg wegen Mordes und schweren sexuellen Übergriffen von Gericht steht. Er hatte über soziale Medien Kontakt mit Kindern und Jugendlichen aufgenommen. Es ist der wohl bekannteste Fall von Cybergrooming und zeigt sehr deutlich, wie Täter vorgehen: Ein vermeintlich harmloser Chat mit einem Kontakt, doch am anderen Ende sitzt gar kein Teenager vor dem Bildschirm, sondern ein Täter. Über den Chat wird, oft über einen längeren Zeitraum, Vertrauen aufgebaut, so dass Adressen oder Telefonnummern herausgegeben, vielleicht sogar Bilder oder Videos versandt werden. Am Ende werden Kinder im schlimmsten Fall zu sexuellen Handlungen gedrängt. Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist es wichtig Kinder aufzuklären und vertrauensvoll zu begleiten. So können sie richtig im Netz agieren und in kritischen Situationen adäquat reagieren. Aus diesem Grund haben die Polizei Bremen und die Bildungsbehörde das Projekt #Aufgeklärt! ins Leben gerufen. In Vorträgen an Schulen sollen Eltern informiert und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Gleichzeitig hat die Puppenbühne der Polizei Bremen ein eigens für dieses Thema geschriebenes Stück entwickelt. Hier wird "Cybergrooming" altersgerecht thematisiert. Dazu Bremens Innensenatorin Dr. Eva Högl: "Cybergrooming passiert nicht irgendwo - es passiert zu Hause, auf dem Smartphone, mitten im Leben unserer Kinder. Mit dem Projekt #Aufgeklärt! zeigt die Polizei Bremen, wie wir dem begegnen: mit Aufklärung, mit echten Ansprechpartnern und mit Angeboten, die wirklich ankommen. Das schützt Kinder - und gibt Eltern und Schulen die Mittel an die Hand, die sie brauchen." Bildungssenator Mark Rackles betont, "dass wir mit diesem Präventionsprojekt Kinder und Jugendliche im sicheren Umgang mit digitalen Medien stärken und auf reale Gefahren im Netz reagieren. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei und der Innenbehörde, fachlich begleitet durch die Bildungsbehörde, bündeln wir unsere Verantwortung für den Schutz junger Menschen. Lehrkräfte werden gezielt geschult, Eltern einbezogen und informiert - denn wirksam wird Prävention nur gemeinsam. Cybergrooming und andere Formen digitaler Gewalt zeigen, wie wichtig frühe Aufklärung und verlässliche Unterstützung in Schule und Elternhaus sind." Zum Start des Projektes laden die Polizei Bremen und die Bildungsbehörde alle Medienvertreter am 30.04.2026 um 14:00 Uhr ins Polizeipräsidium (In der Vahr 76, 28329 Bremen) ein. Hier wird der Polizeivizepräsident Mirko Robbers das Projekt vorstellen. Danach wird die Puppenbühne des Präventionszentrums der Polizei Bremen das Stück vorführen. Anschließend stehen Vertreterinnen und Vertreter von Polizei und Bildungsbehörde für Interviews zur Verfügung. Es wird um Anmeldung über pressestelle@polizei.bremen.de oder 0421 362-12114 gebeten. Rückfragen bitte an: Pressestelle Polizei Bremen Bastian Demann Telefon: 0421 362-12114