Schwerpunktkontrolle zur Fahrtüchtigkeit im Bereich der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen – mehrere Verstöße festgestellt, tätlicher Angriff auf Polizeibeamte

Am gestrigen Montag, den 27.04.2026, führte die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Lüneburg im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen eine umfangreiche Schwerpunktkontrolle zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit von Verkehrsteilnehmenden durch. Die Kontrollen erfolgten sowohl stationär als auch mobil im fließenden Verkehr. Bereits auf der Anfahrt zu den Kontrollstellen stellten Einsatzkräfte einen Fahrzeugführer fest, der bei freiwilligen koordinativen Bewegungstests körperliche Ausfallerscheinungen zeigte. Ein durchgeführter Urintest reagierte positiv auf THC. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt und leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Im weiteren Verlauf unterstützten die Einsatzkräfte für mehrere Stunden den Einsatz im Zusammenhang mit einer Bombendrohung an der Integrierten Gesamtschule Kaltenmoor. In den frühen Abendstunden überprüfte ein mobiles Einsatzteam im Stadtgebiet von Lüneburg einen 30-jährigen Fahrzeugführer. Dabei stellten sie eine Atemalkoholbeeinflussung von 1,11 Promille fest. Noch vor dem Transport zur Dienststelle zur Entnahme einer Blutprobe versuchte der Beschuldigte, aus einer im Fahrzeug befindlichen Dose zu trinken. Als die eingesetzten Kräfte dies verhindern wollten, griff der Mann die Polizeibeamten tätlich an. Ein 25-jähriger Beamter wurde dabei leicht verletzt, blieb jedoch weiterhin dienstfähig. Weitere Angriffe auf eine Polizeibeamtin konnten abgewehrt werden. Der Beschuldigte flüchtete zunächst, eingesetzte Funkstreifenwagenbesatzungen stellten ihn jedoch nach etwa einer Stunde im Nahbereich seines Fahrzeugs fest. Nach erneuter Flucht holten sie ihn ein. Anschließend erfolgte der Transport zur Dienststelle, wo eine Blutprobe entnommen wurde. Insgesamt wurden bei der Kontrollaktion 106 Fahrzeuge und 115 Personen überprüft. Bei 16 Fahrzeugführenden ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Beeinflussung durch Alkohol oder andere berauschende Mittel. Zeitweise unterstützten Mitarbeitende der Führerscheinstelle des Landkreises Lüneburg sowie eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft Lüneburg die stationären Kontrollmaßnahmen. Die Polizeidirektion Lüneburg bewertet die festgestellten Verstöße als Beleg für die Notwendigkeit derartiger Kontrollen. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und insbesondere alkohol- und drogenbedingte Gefahren im Straßenverkehr konsequent zu reduzieren. Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Lüneburg Laurits Penske Auf der Hude 2 21339 Lüneburg Telefon: 04131 - 607 1043 E-Mail: pressestelle@pd-lg.polizei.niedersachsen.de