Gefahrguteinsatz nach Atemwegsreizung – Unbekannte Substanz sorgt für Großeinsatz
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Am Montagvormittag wurde die Feuerwehr Essen um 11:20 Uhr zu einem Einsatz in die Severinstraße im Stadtteil Ostviertel alarmiert. In der Poststelle eines Krankenversicherungsunternehmens hatte eine 57-jährige Mitarbeiterin über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt, nachdem sie einen Brief geöffnet hatte. Der Brief war in einem Großraumbüro mit rund 30 anwesenden Mitarbeitenden geöffnet worden.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war der betroffene Brief bereits aus dem Großraumbüro entfernt und in einem separaten Raum gesichert worden.
Ein Trupp unter einem speziellen Chemikalienschutzanzug mit umluftunabhängigem Atemschutz ging zur weiteren Erkundung in das Gebäude vor. Parallel dazu wurden die Mitarbeitenden des Großraumbüros durch Einsatzkräfte in Schutzkleidung betreut und rettungsdienstlich gesichtet.
Im weiteren Einsatzverlauf konnten mit den Messgeräten der Feuerwehr keine gefährlichen Stoffe nachgewiesen werden. Die Beschwerden der betroffenen Person klangen im Laufe des Einsatzes ab, sodass kein Transport in ein Krankenhaus erforderlich war. Insgesamt wurden 28 Personen durch den Rettungsdienst untersucht.
Der betroffene Brief wurde sichergestellt und zur weiteren Untersuchung an das Landeskriminalamt übergeben.
Die Feuerwehr Essen war mit einem Löschzug der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Essen-Kray, mehreren Spezialfahrzeugen, dem Rettungsdienst, einem ABC-Fachberater sowie der Analytischen Task Force vor Ort. Unterstützt wurden die Maßnahmen durch das Gesundheitsamt Essen sowie die Analytische Task Force aus Köln. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort.
Für die Dauer des etwa zweieinhalbstündigen Einsatzes wurden die umliegenden Straßen, darunter die Engelbertstraße und Immestraße für die Bereitstellung der zahlreichen Einsatzfahrzeuge zeitweise gesperrt.
Hinweis zur Analytischen Task Force (ATF) NRW:
Die Analytische Task Force NRW setzt sich aus den Standorten Essen, Köln und Dortmund zusammen. Sie hält Personal und Material für die Stoffanalytik chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Stoffe vor.
Rückfragen bitte an:
Feuerwehr Essen
Lukas Bartoszak
Telefon: 0201-12370103
E-Mail: lukas.bartoszak@feuerwehr.essen.de