Sicherheitsgespräch 2026 | Stadt Günzburg, Landratsamt Günzburg und Polizei
Gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West und der Stadt und dem Landratsamt Günzburg
GÜNZBURG. Am 23.04.2026 fand im Landratsamt Günzburg das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen Polizei, der Stadt Günzburg und dem Landkreis Günzburg statt. Unter Leitung von Landrat Dr. Hans Reichhart, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, der sich bei dieser Gelegenheit aus der Runde verabschiedete, und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner wurde die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage für Stadt und Landkreis beleuchtet.
Neben den Behördenleitungen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Schutzpolizei aus Burgau, Günzburg und Krumbach, der Verkehrspolizei Günzburg sowie der Kriminalpolizei aus Memmingen und Neu-Ulm teil. Ergänzt wurde der Teilnehmerkreis durch zuständige Referats- und Abteilungsleitungen des Landratsamtes und der Stadt Günzburg. Erstmalig waren auch Vertreter des für den Bereich Günzburg zuständigen Bundespolizeireviers Nürnberg anwesend.
Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner stellte die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) für den Landkreis und die Stadt Günzburg vor.
Für den Landkreis Günzburg zeigt sich ein Rückgang der Fallzahlen: Während im Jahr 2024 insgesamt 4.514 Straftaten registriert wurden, lag die Zahl im Jahr 2025 bei 4.401 Straftaten. Auch im Stadtgebiet Günzburg ist eine vergleichbare Entwicklung zu verzeichnen. Hier gingen die Fallzahlen im Jahr 2025 leicht auf 1.361 Straftaten zurück.
Die (bereinigte) Aufklärungsquote liegt weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Im Landkreis Günzburg stieg sie im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 69,5 % (Vorjahr: 69,3 %). Für die Stadt Günzburg wurde eine Steigerung auf 70,2 % (Vorjahr: 69,7 %) festgestellt. Beide Werte liegen deutlich über der gesamtbayerischen Aufklärungsquote von 66 %. Die Aufklärungsquote beschreibt das Verhältnis aufgeklärter Fälle zu allen registrierten Straftaten. Eine Tat gilt als aufgeklärt, wenn mindestens ein namentlich bekannter oder auf frischer Tat ergriffener Tatverdächtiger ermittelt wurde.
Im Zuge des allgemeinen Rückgangs der Straftaten sank auch die (bereinigte) Häufigkeitszahl im Landkreis Günzburg von 3.436 um 1,4 % auf 3.389. Für die Stadt Günzburg wurde hingegen ein Anstieg von 6.247 im Jahr 2024 auf 6.353 festgestellt. Die Häufigkeitszahl dient als kriminologischer Vergleichsindikator und gibt die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner an. Sie beschreibt die durch Kriminalität verursachte Gefährdung, berücksichtigt jedoch ausschließlich das sogenannte Hellfeld, also die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten.
Auch in der Verkehrsunfallstatistik zeigt sich eine positive Entwicklung. Im Jahr 2024 wurden im Landkreis und in der Stadt Günzburg insgesamt 3.739 Verkehrsunfälle registriert, im Jahr 2025 waren es 3.662. Dies entspricht einem Rückgang von mehr als 2 %.
Die Zahl der verletzten Personen lag bei 643 und ging damit um knapp 5,6 % zurück. Ebenso ist ein deutlicher Rückgang bei den Verkehrsunfalltoten festzustellen: Im Jahr 2025 kamen im Bereich Günzburg zwei Personen infolge eines Verkehrsunfalls ums Leben (Vorjahr: 6).
Die Zahl der Unfälle mit verletzten Pedelec-Fahrern sank um knapp 8,5 % auf 54 im Jahr 2025.
Auffällig waren im Bereich der sogenannten Kontrolldelikte ein Anstieg der durch die Polizei erkannten Drogen- und Trunkenheitsfahrten. Demnach stellten die Beamten im Jahr 2025 für den Großraum Günzburg 209 Trunkenheitsfahrten (Vorjahr: 162) sowie 262 Drogenfahrten (Vorjahr: 149) im Rahmen allgemeiner Verkehrskontrollen fest.
„Die erneut positive Entwicklung der allgemeinen Kriminalitätslage im Bereich Günzburg ist das Ergebnis der professionellen Zusammenarbeit zwischen Polizei und den örtlichen Sicherheitsbehörden. Besonders hervorzuheben ist zudem, dass die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Pedelec-Fahrern im Raum Günzburg entgegen dem allgemeinen Trend rückläufig ist“,
so Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner.
Das Sicherheitsgespräch wurde von allen Beteiligten als zielführend bewertet. Einigkeit bestand außerdem hinsichtlich der hohen Bedeutung einer engen Zusammenarbeit und eines kontinuierlichen Austauschs, um auf aktuelle Entwicklungen frühzeitig und angemessen reagieren zu können.
(PP Schwaben Süd/West)
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