Mit mehr als 150 km/h durch das Hespertal: ProVida-Krad stoppt BMW-Fahrer – 2605020
Bereits am vergangenen Samstag (2. Mai 2026) hat die Polizei in Velbert einen 24 Jahre alten BMW-Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Der Duisburger war mit mehr als dem dreifachen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch das Hespertal gerast.
Folgendes war geschehen:
Zuletzt hatte es im Bereich "Hefel" und des "Hespertals" vermehrt Anwohnerbeschwerden in Bezug auf zu laute und mitunter deutlich zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gegeben.
Aus diesem Grund hatte der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Mettmann seine Präsenz in dem Bereich erhöht und am vergangenen Samstag hierbei auch einen Motorradpolizisten auf seinem "ProVida-Krad" zur Verkehrsüberwachung eingesetzt. Bei diesem Motorrad handelt es sich um eine zivile Version eines Polizeimotorrads, welches mit geeichter Videomesstechnik zur Ahndung schwerwiegender Geschwindigkeitsverstöße eingesetzt wird.
Gegen 13:20 Uhr fiel im Rahmen seiner Verkehrsüberwachung dem Motorradpolizisten der Fahrer eines 460 PS starken Sportcoupés der Marke BMW auf, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Hespertal in Richtung Essen fuhr. Hierbei überschritt der Fahrer in grob rücksichtsloser und verkehrswidriger Art und Weise die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um mehr als das Dreifache, schnitt mehrere Kurven und gefährdete zudem eine Spaziergängerin mit ihrem Hund.
Der Motorradpolizist folgte dem BMW und konnte so die Fahrt mittels seiner im ProVida-Krad eingebauten Videotechnik beweissicher dokumentieren. Im weiteren Verlauf konnte er den BMW-Fahrer stoppen und einer Kontrolle unterziehen. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Fahrer um einen 24-jährigen in Duisburg gemeldeten Deutschen handelte.
Die Konsequenzen für den Fahrer:
Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens gemäß § 315d StGB, welches mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden kann. Zudem muss er mit einem mehrmonatigen Führerscheinverlust, einem Bußgeld in Höhe von mehreren Hundert Euro sowie zwei Punkten im Fahreignungsregister in Flensburg rechnen.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut ausdrücklich darauf hin, dass sie konsequent gegen Raser und gefährliche Verkehrsverstöße vorgeht. "Wir verfolgen Raser mit aller Konsequenz - denn Geschwindigkeit kann Leben kosten", sagt Polizeihauptkommissar Thorsten Lamb, Leiter der Kradstaffel des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Mettmann.
Überhöhte Geschwindigkeit gehört weiterhin zu den Hauptunfallursachen im Straßenverkehr und ist besonders gefährlich, weil sie die Reaktionszeit erheblich verkürzt und die Unfallschwere deutlich erhöht. Bereits geringe Fehler können bei hohen Geschwindigkeiten schwerste oder sogar tödliche Folgen haben - nicht nur für die Fahrenden selbst, sondern auch für unbeteiligte Dritte wie Fußgängerinnen und Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmende.
Fragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Mettmann
Polizeipressestelle
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann
Telefon: 02104 982-1010
Telefax: 02104 982-1028
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