BPOLI EF: Bedrohung von Kundenbetreuer bleibt nicht folgenlos
Auf der Strecke zwischen Glauchau und Gera wurde am
Sonntagmittag ein Zugbegleiter bedroht.
Ausgangspunkt war eine Fahrscheinkontrolle von drei Personen in
der Regionalbahn. Zwei der drei Gäste hatten ein Ticket für die
zweite Wagenklasse und ein 25-Jähriger besaß keinen
Fahrschein. Alle drei haben in der 1. Klasse Platz genommen. Der
Zugbegleiter wurde zudem verbal angegangen. Für den Halt in
Gößnitz wurden alle drei Personen des Zuges verwiesen.
Der 25-jährige Deutsche nahm ein Tierabwehrspray in die Hand
und äußerte gegenüber dem Kundenpersonal, dass er dieses
auch einsetzen könne. Widerwillig verließen die Personen den
Zug in Gößnitz. Dabei beleidigte der 25-Jährige das
Servicepersonal mit ehrverletzenden Worten.
Die Regionalbahn war nicht derart ausgelastet, dass die drei
Fahrgäste nicht auch dort einen Sitzplatz gefunden hätten.
Richtigerweise informierte der Kundenbetreuer die Bundespolizei
in Gera. Eine Streife nahm den Sachverhalt auf und ging in die
Fahndung über. Durch Kenntnis relevanter Zugverbindungen und
ausgestattet mit guten Personenbeschreibungen konnten drei Verdächtige durch die Bundespolizei am Bahnhof Ronneburg
festgestellt werden. Sie gaben an, in einen Disput mit einem
Zugbegleiter verwickelt gewesen zu sein. Die Beamten eröffneten
dem 25-Jährigen Beschuldigten und seinen zwei Begleitern, dass
gegen sie wegen Nötigung, Bedrohung, Beleidigung, dem Versuch
der schweren Körperverletzung und Hausfriedensbruch ermittelt
werde.
Das Reizstoffsprühgerät wurde sichergestellt.
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Bundespolizeiinspektion Erfurt
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