Perfide Masche nach Todesanzeige: 86-jährige Seniorin betrogen
Eine 86-jährige Seniorin aus Hamm, die gerade den Verlust ihres Ehemanns betrauert, wurde am Montag, 18. Mai, Opfer von Betrügern.
Die Betrugsmasche ist bekannt: Die Hammerin erhielt einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Am anderen Ende der Leitung befand sich eine Betrügerin, die ihr mitteilte, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht und dabei eine schwangere Frau getötet habe.
Um ihren Sohn wieder freizubekommen, sollte die Seniorin eine hohe fünfstellige Summe zahlen. Die Rentnerin verriet ihre Adresse und wenig später übergab sie einem schlanken, kleinen Mann einen niedrigen vierstelligen Betrag sowie Schmuck. Er sprach mit gebrochenem Akzent und fuhr anschließend mit einem schwarzen Auto weg.
Die Kriminalpolizei Hamm hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und rät:
- Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, in denen hohe
Geldforderungen gestellt werden, insbesondere, wenn die Anrufer
Druck ausüben oder eine emotionale Notlage ausnutzen.
- Beenden Sie das Telefonat, indem Sie den Hörer auflegen.
Informieren Sie anschließend sofort die Polizei unter der Nummer
110.
- Versuchen Sie, die betreffende Person selbst zu erreichen, um
die Angaben zu überprüfen. Geben Sie unbekannten Personen keine
Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible
Daten.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte
Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei,
Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten. (bf)Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Hamm
Pressestelle Polizei Hamm
Telefon: 02381 916-1006
E-Mail: pressestelle.hamm@polizei.nrw.de