Täterfestnahme nach Schockanruf

STARNBERG, 21.05.2026_Am Montag, den 18.05.2026, erbeuteten Betrüger durch einen Schockanruf Münzen und Schmuck von einer Starnberger Seniorin.  Zwei Tatverdächtige konnten am frühen Morgen des 19.05.2026 am Grenzübergang Griesen durch die Bundespolizei festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck führt  unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die weiteren Ermittlungen. Eine 86-Jährige erhielt am Montag einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter eines Universitätsklinikums, der ihr mitteilte, dass ihre Nichte an Krebs erkrankt wäre und zur Heilung ein teures Medikament benötigen würde. Dazu wurde eine hohe Geldsumme gefordert. Nachdem die Rentnerin auch noch mit einer männlichen Person sprach, die sich als Ehemann der Nichte ausgab, kam sie der Forderung nach und packte Münzen und Schmuckstücke in einen Rucksack. Kurze Zeit später erschien ein angeblicher Klinikumsmitarbeiter vor dem Anwesen der Starnbergerin, um die Wertgegenstände abzuholen. Da die Dame allerdings inzwischen  misstrauisch geworden war, wollte sie den Rucksack nicht übergeben. Der unbekannte Täter riss ihn ihr in der Folge aus den Händen und flüchtete zu Fuß. Der Beuteschaden wird mit ca. 10 000 Euro beziffert. Am Dienstag, kurz nach Mitternacht, konnten Beamte der Bundespolizei zwei Tatverdächtige in Griesen, im Landkreis Garmisch-Partenkirchen festnehmen, denen das Betrugsdelikt in Starnberg zuzuordnen war. Vorausgegangen war eine allgemeine Verkehrskontrolle, bei der eine Tüte mit den entwendeten Wertgegenständen festgestellt wurde. Zudem führte einer der Männer auch eine nicht geringe Menge verschiedener Betäubungsmittel mit sich. Die 43- und 24 Jahre alten polnischen Staatsbürger wurden gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter am Amtsgericht München II vorgeführt und anschließend in Justizvollzugsanstalten verbracht.