(Mühlheim an der Donau / Lkr. Tuttlingen) Betrug durch Schockanruf – Seniorin übergibt Wertgegenstände an Unbekannten: Polizei bittet um Hinweise (21.05.2026)
Am Donnerstagnachmittag waren Betrüger mit ihrem Schockanruf bei einer Seniorin erfolgreich.
Sogenannte "falsche Polizeibeamte" riefen bei der 82-Jährigen an und berichteten, dass deren Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Im Glauben, eine Haft durch Zahlung einer Kaution abzuwenden, übergab die Seniorin einem unbekannten Mann Wertgegenstände, die sie zuvor aus ihrem Bankschließfach abgeholt hatte. Die Übergabe selbst fand auf dem Parkplatz Edeka in Mühlheim an der Donau statt. Erst nachdem die 82-Jährige ihre Tochter im Anschluss kontaktierte, bemerkte sie den Betrug.
Der Geldabholer wird als etwa 20 Jahre alt, 180 cm groß und schlank beschrieben. Er soll eine dunkle "Cappy" getragen und einen kleinen dunklen Rucksack mit sich geführt haben.
Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Ermittlungen aufgenommen.
Präventionshinweis der Polizei:
Bei den sogenannten "Schockanrufen" rät die Polizei dringend, sofort aufzulegen und über die bekannte Nummer mit Sohn, Tochter, Enkel oder Nichte direkt Kontakt aufzunehmen. Können diese nicht sofort erreicht werden, sollte man sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen und sich gegebenenfalls zunächst bei Bekannten oder bei der Polizei Rat holen.
Die Polizei und andere Amtsträger fragen nicht nach Wertsachen und fordern auch kein Geld!
Sollten Sie einen Anruf eines solchen angeblichen Polizisten oder Amtsträgers erhalten, legen Sie sofort auf und wählen Sie den Polizeinotruf 110.
Haben die Betrüger Sie dazu gebracht, Bargeld oder Wertgegenstände bei einer Bank abzuholen, nehmen Sie die Hinweise der Bankmitarbeiter, dass es sich um einen Betrug handeln könnte, ernst und hinterfragen Sie die Situation - auch wenn Sie in Sorge um Ihre Liebsten sind!
Am ehesten lässt sich der Anruf eines Telefonbetrügers jedoch durch das Löschen des Telefonbucheintrags vermeiden, da die Betrüger in der Regel nach Vornamen suchen, die vermeintlich älteren Menschen zugeordnet werden.
Informationen zum Ändern oder Löschen von Telefonbucheinträgen sowie weitere Tipps und Hinweise finden Sie auf der Infoseite der Polizeilichen Kriminalprävention zum Thema "Betrug durch falsche Polizisten" unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/
Sollten Sie selbst nicht die Möglichkeit haben, die Unterlagen einzusehen, herunterzuladen oder auszudrucken, bitten Sie Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn um Hilfe - oder wenden Sie sich an Ihr örtliches Polizeirevier.
Sensibilisieren Sie insbesondere lebensältere Menschen in Ihrem Umfeld bezüglich dieser Betrugsmasche!
Rückfragen bitte an:
Fabian Herkommer
Polizeipräsidium Konstanz
Pressestelle
Telefon: 07531 995-3355
Durchwahl: 07531 995-1011
E-Mail: konstanz.pressestelle@polizei.bwl.de