Kreativ, aber illegal: Treibstoff auf der Autobahn in Gully abgelassen – Strafanzeige nach folgenschwerer Fehlbetankung

Lfd. Nr.: 0420 Eine äußerst unkonventionelle "Do-it-yourself"-Lösung nach einer Fehlbetankung hat am späten Sonntagabend (24.05.2026) auf der Autobahn 4 zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Autobahnmeisterei geführt. Für den Verursacher wird die Aktion nun richtig teuer. Gegen 22:20 Uhr blieb ein Pkw auf der A4 in Fahrtrichtung Olpe liegen. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Beifahrer des Wagens zuvor an einer Tankstelle versehentlich Benzin statt Diesel getankt. Nach rund zwei Kilometern Fahrt quittierte das Fahrzeug den Dienst. Anstatt jedoch professionelle Hilfe zu rufen, entschied sich der Fahrer für eine folgenschwere Eigenregie: Mit einem Schraubendreher schlug er ein Loch in den unteren Bereich des Kraftstofftanks. Sein Plan: Das falsch getankte Benzin sollte direkt in einen am Fahrbahnrand befindlichen Gully ablaufen. Während der Beifahrer sich im Anschluss auf den Weg machte, um Silikon zum provisorischen Abdichten des Lochs zu besorgen, wartete der Fahrer mit zwei bereits frisch gefüllten Kanistern Diesel am Auto auf dessen Rückkehr. Die alarmierten Einsatzkräfte der Autobahnpolizei, der Feuerwehr und der Autobahnmeisterei beendeten das improvisierte Tankmanagement des Duos vor Ort umgehend und leiteten sofortige Maßnahmen ein, um eine weitere Ausbreitung des Kraftstoffs im Kanalsystem und somit schwerere Umweltschäden zu verhindern. Für den Autofahrer hat dieser Rettungsversuch nun weitreichende rechtliche und finanzielle Konsequenzen: - Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung eingeleitet. - Da der Mann keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde noch vor Ort eine Sicherheitsleistung erhoben. - Neben den Kosten für den Abschleppdienst und die fachgerechte Reparatur des zerstörten Tanks kommen nun auch die Einsatzkosten von Polizei, Feuerwehr und Autobahnmeisterei auf ihn zu.Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich: Nicht jede vermeintlich kreative Handwerkerlösung spart Geld - im Gegenteil, Umweltdelikte dieser Art führen zu massiven Kosten und strafrechtlichen Konsequenzen. Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an: Polizei Dortmund Luca Blüthgen Telefon: 0231/132-1039 E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de