Osnabrück/Schinkel: Polizei Osnabrück warnt vor russischsprachigen Betrügern am Telefon – Warnhinweis auch auf Russisch (im Anhang)

Ein Dokument SchockanrufeaufRussisch.pdfPDF - 158 kB Derzeit häufen sich wieder die Fälle sogenannter Schockanrufe in Stadt und Landkreis Osnabrück. Unter anderem scheinen die Betrüger nun gezielt auch russischsprachige Bürgerinnen und Bürger zu kontaktieren und diese in ihrer Muttersprache zu täuschen. Die Täter geben sich am Telefon beispielsweise als Polizeibeamte, Bankmitarbeiter oder Angehörige aus. Unter verschiedenen bekannten Legenden behaupten sie etwa, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse nun gegen Zahlung einer hohen Kaution vor einer Haftstrafe bewahrt werden. In anderen Fällen täuschen die Anrufer vor, dass die Polizei Geld und Wertsachen angeblich zum Schutz vor Einbrechern sichern müsse. Auch im Osnabrücker Stadtteil Schinkel kam es in der vergangenen Woche zu zwei Taten mit hohen Schadenssummen. Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, klingelte gegen 11:00 Uhr das Telefon einer 85-jährigen Osnabrückerin. Die Täter sprachen Russisch und setzten die Seniorin derart unter Druck, dass sie schließlich eine hohe vierstellige Bargeldsumme an einen sogenannten Abholer übergab. Der Täter wurde als großgewachsener Mann beschrieben, welcher akzentfreies Russisch sprach. Bereits einen Tag später ereignete sich eine weitere Tat. Am Freitagmorgen, gegen 08:30 Uhr, geriet ein älteres Ehepaar in das Visier der Betrüger. Ein 87-jähriger Mann sowie seine 85-jährige Ehefrau verloren dabei Vermögenswerte im Gesamtwert von über 90.000 Euro. Der Abholer wurde wie folgt beschrieben: - männlich - etwa 30 bis 35 Jahre alt - sprach gutes Russisch mit unbekanntem Akzent - kurze schwarze Haare, Bart - gebräunte Haut - dunkles Hemd und dunkle HoseDie Ermittler bitten Zeugen, die Hinweise zu den Taten geben können oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Polizei Osnabrück unter 0541/327-3303 zu melden. Die Polizei nimmt diese Taten erneut zum Anlass vor derartigen Betrugsmaschen zu warnen: - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen - Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder Gold. - Beenden Sie das Gespräch, wenn Sie Zweifel haben, und rufen Sie die Polizei selbst über die Ihnen bekannten Nummern an. - Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse. - Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. - Warnen Sie bitte insbesondere ältere Familienmitglieder über derartige Betrugsmaschen.Rückfragen bitte an: Polizeiinspektion Osnabrück Kim Junker-Mogalle Telefon: 0541/327-2073 E-Mail: pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de