Mit Auto der Mutter vor Polizei geflüchtet

In der vergangenen Nacht flüchtete ein Jugendlicher in Friedrichshagen – am Steuer sitzend – mit dem Auto seiner Mutter vor der Polizei. Gegen 23:50 Uhr waren Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 36 auf ein Fahrzeug in der Lindenallee Ecke Peter-Hille-Straße aufmerksam geworden. Mit Erblicken des Polizeiwagens erlöschten plötzlich der Blinker und das Licht des Skoda. Die Besatzung des Funkstreifenwagens entschloss sich, das Fahrzeug sowie dessen Fahrer zu kontrollieren und fuhr in dessen Richtung. Daraufhin beschleunigte der 17-jährige Jugendliche stark, führte abrupte Richtungswechsel durch, befuhr teilweise die Gegenfahrbahn und missachtete zwei rote Ampeln. Eine Gruppe von mehreren Jugendlichen, an denen er vorbeifuhr, bejubelte den Verkehrssünder. An der Kreuzung Aßmannstraße Ecke Scharnweberstraße ließ er seinen Beifahrer aussteigen und flüchtete weiter. Sein Beifahrer entkam zu Fuß. Nachdem der Sichtkontakt mit dem Raser verloren wurde, konnte die nahegelegene Anschrift der Fahrzeughalterin ermittelt werden. Es handelte sich hierbei um die Mutter des Tatverdächtigen. Dem Vernehmen nach war sie nicht im Bilde, dass ihr Sohn den Autoschlüssel an sich genommen hatte. Bei der weiteren Suche nach dem Skoda, mit dem ihr Sohn verbotener Maßen unbegleitet fuhr, trafen ihn die Kräfte innerhalb der ihm zuvor zujubelnden Gruppe von Jugendlichen an. Den Autoschlüssel hatte der sichtlich aufgeregte Tatverdächtige angeblich nicht bei sich. Die Beamten durchsuchten ihn und fanden den Schlüssel in seiner Hosentasche. Zudem fanden sie die ausgestellte Prüfbescheinigung, die ihm das begleitete Fahren ab 17 Jahren erlaubt. Das Dokument wurde beschlagnahmt. Nachdem der Jugendliche den Polizistinnen und Polizisten den Abstellort des Wagens gezeigt hatte, wurde er samt Autoschlüssel an seine Eltern übergeben. Der 17-Jährige muss sich wegen des Verdachts des unerlaubten Kraftfahrzeugrennens und mehrerer Verkehrsordnungswidrigkeiten verantworten. Die Ermittlungen übernahm das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3. Pressearbeit und Erreichbarkeit