Sicherheitsgespräch 2026 | Landratsamt Unterallgäu und Polizei
Gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West und dem Landratsamt Unterallgäu
MINDELHEIM. Im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs zwischen dem Landratsamt Unterallgäu und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West wurde am 07.05.2026 die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage im Landkreis Unterallgäu erörtert.
An dem Austausch nahmen neben Landrat Alex Eder und Polizeivizepräsident Michael Haber auch Vertreter der Polizeiinspektionen Memmingen, Mindelheim und Bad Wörishofen sowie der Kriminalpolizeiinspektion und der Grenzpolizeiinspektion Memmingen teil. Seitens des Landratsamts waren die zuständigen Abteilungs- und Sachgebietsleitungen eingebunden.
Auf Grundlage der Polizeilichen Kriminalstatistik stellte Polizeivizepräsident Haber gemeinsam mit den Leitern der Polizeidienststellen die Sicherheitslage im Landkreis Unterallgäu vor. Demnach ist die bereinigte Gesamtzahl der registrierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 3.848 Fälle zurückgegangen.
Im Phänomenbereich des sogenannten Callcenterbetrugs verringerte sich der entstandene Vermögensschaden von rund 342.000 Euro auf etwa 283.000 Euro. Gleichzeitig stiegen jedoch sowohl die Fallzahlen als auch die aus Tätersicht erfolgreichen Taten im Jahresvergleich an.
Besonders deutlich fiel der Rückgang beim Wohnungseinbruchdiebstahl aus: Die Fallzahlen reduzierten sich von 2024 auf 2025 nahezu um die Hälfte. Auch in den Bereichen Straßenkriminalität, Gewaltkriminalität sowie bei allgemeinen Diebstahlsdelikten waren spürbare Rückgänge zu verzeichnen. Damit setzt sich die positive Entwicklung im Zehn-Jahres-Vergleich fort. Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung war 2024 ein Höchststand erreicht worden; im Jahr 2025 gingen die Fallzahlen erfreulicherweise um 15,2 Prozent zurück.
Polizeivizepräsident Haber erklärte:
„Weniger Kriminalität und ein deutlicher Rückgang bei Verkehrsunfällen mit schwerverletzten und getöteten Menschen kennzeichnen die gute Sicherheitslage im Landkreis Unterallgäu im vergangenen Jahr."
Die bereinigte Aufklärungsquote sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozentpunkte auf 68 Prozent. Damit liegt sie weiterhin über dem bayernweiten Durchschnitt von 66 Prozent. Rechnerisch werden somit im Landkreis Unterallgäu mehr als zwei von drei Straftaten aufgeklärt.
Mit dem Rückgang der Straftaten verringerte sich auch die bereinigte Häufigkeitszahl – also die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner – von 2.672 im Jahr 2024 auf 2.613 im Jahr 2025. Die Häufigkeitszahl dient in der Kriminologie als Vergleichswert zur Beschreibung der Kriminalitätsbelastung. Berücksichtigt wird dabei ausschließlich das sogenannte „Hellfeld“, also die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten.
Im Bereich der Verkehrssicherheit stieg die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Unterallgäu von 3.776 im Jahr 2024 auf 3.928 im Jahr 2025 an. Hauptursachen waren insbesondere eine nicht angepasste Geschwindigkeit sowie die Missachtung des Sicherheitsabstands.
Positiv entwickelte sich hingegen die Zahl der schweren Verkehrsunfälle: Die Anzahl der Schwerverletzten sank um 24,5 Prozent von 159 auf 120 Personen. Auch die Zahl der Verkehrstoten ging deutlich zurück – von neun auf fünf Personen und damit um mehr als 44 Prozent.
Alle Beteiligten bewerteten das Sicherheitsgespräch als zielführend und wichtig. Sowohl das Landratsamt als auch das Polizeipräsidium betonten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit und eines kontinuierlichen Austauschs, um frühzeitig und angemessen auf sicherheitsrelevante Entwicklungen reagieren zu können.
Landrat Alex Eder betonte:
„Sicherheit ist für uns eine gemeinsame Daueraufgabe – deshalb setzen wir weiterhin auf die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Landratsamt und Polizei.“
(PP Schwaben Süd/West)
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Pressestelle beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, D-87439 Kempten (Allgäu),
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