Nr.: 0387 –Erfolgreicher Schlag gegen mutmaßlichen Betreiber mehrerer Darknet-Seiten – Haftbefehl und Durchsuchungen vollstreckt–

-Ort: Bremen Zeit: 09.06.2026Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen der Polizei Bremen haben Spezialkräfte am Dienstag in der Hansestadt einen mutmaßlichen Betreiber mehrerer Darknet-Seiten festgenommen. Die Ermittlungen wurden unter Federführung der Staatsanwaltschaft Bremen geführt. Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, seit mindestens Anfang 2021 mehrere täuschend echt wirkende Darknet-Seiten betrieben zu haben, auf denen kinderpornografische Bild- und Videodateien zum Betrachten oder Herunterladen angeboten wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich um mindestens neun entsprechende Seiten. Den Nutzern wurde vorgetäuscht, dass es sich um Plattformen handele, die jeweils kostenpflichtige Zugangsbereiche mit kinderpornographischen Inhalten enthielten. Auf diese könne gegen Zahlung von Kryptowährungen zugegriffen werden. Hierzu soll der Beschuldigte die Startseiten tatsächlich entsprechend existierender Plattformen kopiert haben. Der Beschuldigte soll auf diese Weise Einnahmen im sechsstelligen Bereich erzielt haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden am Dienstag zwei Durchsuchungsbeschlüsse sowie ein Haftbefehl vollstreckt. Spezialeinheiten nahmen den Beschuldigten in seiner Wohnung fest. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden zahlreiche digitale Beweismittel und Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Die Ermittlungen der Polizei Bremen wurden durch das Bundeskriminalamt sowie nationale und internationale Polizeibehörden unterstützt. Die Polizei Bremen bedankt sich ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit beim Bundeskriminalamt, dem Bayerischen Landeskriminalamt, dem Nordverbund Cybercrime sowie den spanischen und US-amerikanischen Ermittlungsbehörden. Die Polizei Bremen weist darauf hin, dass die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte im Internet und Darknet nicht nur eine schwerwiegende Straftat darstellt. Die Bilder und Videos dokumentieren tatsächlichen sexuellen Missbrauch an Kindern. Jede Verbreitung und jeder Abruf solcher Inhalte trägt dazu bei, das Leid der betroffenen Kinder fortzuführen und die Nachfrage nach entsprechenden Darstellungen aufrechtzuerhalten. Die Ermittlungen dauern an. Rückfragen bitte an: Pressestelle Polizei Bremen Pressestelle Nils Matthiesen Telefon: 0421 361-12114