Schnelle Hilfe nach Unwetterschäden und Bränden: Provinzial Nord Brandkasse und Landesfeuerwehrverband SH starten Notdachprojekt

4 weitere Medieninhalte Schleswig-Holstein/Kiel - Die Provinzial Nord Brandkasse und der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein haben ein gemeinsames landesweites Notdachprojekt ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Feuerwehren im Lande besser für den Einsatz bei Extremwetterkatastrophen auszurüsten und einen Beitrag für schnelle Hilfsmaßnahmen bei beschädigten Dächern nach Unwetterschäden und Bränden zu leisten. Der Startschuss für das Projekt und die Übergabe von 69 Notdächern an den Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein erfolgte auf der Messe Interschutz in Hannover, der weltgrößten Feuerwehrmesse, im Beisein der schleswig-holsteinischen Innenministerin Magdalena Finke. Inzwischen steht fest, welche Feuerwehren im Land die Notdächer erhalten werden. Damit ist der nächste Schritt des Projekts vorbereitet: Noch in diesem Jahr sollen die Notdächer an die ausgewählten Feuerwehren verteilt werden, um künftig bei Schadenslagen schnelle Hilfe zu ermöglichen. Die Notdächer sind besonders stabile, UV-beständige Planen, die mit Hilfe von Drehleitern oder Kränen über beschädigte Dächer gezogen werden können. Sie bieten einen temporären Schutz vor Witterungseinflüssen und können über mehrere Wochen hinweg eingesetzt werden - etwa bis eine Fachfirma die eigentliche Reparatur durchführen kann. Die Planen verfügen über eine zentrale Hebe- bzw. Anschlag-Öse sowie mehrere Befestigungspunkte am Rand, wodurch sie sicher geführt und befestigt werden können. "Mit dem Notdachprojekt schaffen wir als öffentlicher Versicherer eine schnelle und flexible Lösung, um nach einem Brand oder Unwetter rasch zu helfen und Folgeschäden durch eindringende Nässe und Wind zu verhindern", erläuterte Sabine Krummenerl, Vorstandsmitglied der Provinzial Nord Brandkasse, den Hintergrund. "Die enge Zusammenarbeit mit den Feuerwehren ermöglicht es uns, genau dort zu unterstützen, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird." Ziel des Projekts ist es, kurzfristig einsatzbereite Notdächer und -module bereitzustellen, die bei schweren Dachschäden installiert werden können. Das Modul umfasst 69 Notdächer und 69 Planen in verschiedenen Größen und bietet genug Möglichkeiten, auch bei einer "großen Lage" gut reagieren zu können. "Das Notdachprojekt schließt eine Lücke im Bevölkerungsschutz. Unsere Einsatzkräfte stehen häufig vor der Herausforderung, beschädigte Dächer kurzfristig schützen zu können. Mit den neuen Notdächern können wir schnell und professionell weitere Schäden an Gebäuden und Einrichtungen verhindern und Betroffenen die notwendige Sicherheit geben", sagt Landesbrandmeister Jörg Nero vom Landesfeuerwehrverband SH. Die Notdächer werden an verschiedene Feuerwehren und Stationen im Land verteilt und können im Ernstfall durch die örtlichen Einsatzkräfte eingesetzt werden. Die Provinzial investiert 80.000 Euro in die Notdächer für den Einsatz in Schleswig-Holstein. Innenministerin Magdalena Finke war der Einladung zur Messe Interschutz gern gefolgt und würdigte den Einsatz der Provinzial und des Landesfeuerverbandes für einen wirksameren Katastrophenschutz. "Die Übergabe der Notdächer ist für Schleswig-Holstein ein wichtiger Schritt, um unseren Bevölkerungsschutz ganz praktisch zu stärken. Mit der Beschaffung von 69 Notdächern und dem dazugehörigen Zubehör schaffen wir für unsere Feuerwehren eine Ausstattung, die im Einsatzfall schnell, flexibel und wirkungsvoll helfen kann. Gerade nach Dachstuhlbränden oder schweren Unwettern kommt es darauf an, Gebäude kurzfristig zu sichern und weitere Schäden durch Regen oder Feuchtigkeit zu verhindern. Dass die Notdächer in den Kreis- und Stadtfeuerwehrverbänden sowie zusätzlich im Katastrophenschutzlager vorgehalten werden, sorgt dafür, dass sie im Ernstfall ohne Zeitverlust dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Mein besonderer Dank gilt der Provinzial für die Unterstützung bei der Beschaffung sowie allen Feuerwehren, die diese wichtige Technik künftig einsetzen werden." Die Landesfeuerwehrverbände aus Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz wurden ebenfalls mit Notdächern ausgerüstet - bereits 2025 auch Nordrhein-Westfalen. Das Gesamt-Projektvolumen beträgt 300.000 Euro. Rückfragen bitte an: Medien-Rückfragen bitte an: Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein Mareike Dahms Telefon: 0431 / 2000 82-16 E-Mail: m.dahms@lfv-sh.de