BPOLI DD: Festnahme dank Videoüberwachung – Bundespolizei überführt Taschendieb am Dresdner Hauptbahnhof
Am frühen Sonntagmorgen (12.07.2026) erschien ein stark alkoholisierter Mann auf der Wache der Bundespolizei im Hauptbahnhof Dresden. Der Geschädigte gab an, dass ihm im Laufe der Nacht rund 200 Euro aus seiner Geldbörse gestohlen wurden, während er in der Kuppelhalle schlief. Den Verlust bemerkte der 49-jährige Deutsche erst, als er eine Taxifahrt in die Altstadt bezahlen wollte. Da ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Mann einen Wert von 1,9 Promille ergab, ließen sich die genauen Umstände des Vorfalls zunächst nur schwer rekonstruieren.
Die entscheidende Wende brachte die sofortige Auswertung der vorhandenen Videoaufzeichnungen. Auf den Aufnahmen war deutlich zu sehen, wie sich ein älterer Mann am Sonntagmorgen gegen 01:00 Uhr dem schlafenden Opfer auf einer Bank in der Kuppelhalle näherte. Er nutzte die Hilflosigkeit des Betrunkenen gezielt aus, verdeckte seine Hand mit einer Jacke und entwendete die Geldbörse. Wenige Minuten später steckte der Täter dem Opfer die geleerte Börse unbemerkt wieder zu.
Dank modernster Videotechnik und einer exakten Täterbeschreibung gelang den Bundespolizisten nur wenige Stunden später der Fahndungserfolg. Gegen 07:50 Uhr erkannten Einsatzkräfte den Tatverdächtigen auf einer Bank vor dem Haupteingang wieder und nahmen ihn vorläufig fest.
Bei dem Mann wurden knapp 184 Euro Bargeld aufgefunden - mutmaßlich das Diebesgut.Außerdem wurde der bereits einschlägig wegen Diebstahls polizeibekannte 58-jährige Rumäne von drei Staatsanwaltschaften zur Aufenthaltsermittlung gesucht.
Gegen den Beschuldigten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Falls von Diebstahl eingeleitet.
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