Familie aus Nordrhein-Westfalen im ICE einen Rucksack entwendet- Super -Recogniser der Bundespolizei nimmt Tatverdächtigen 1,5 Std. nach Tat vorläufig fest-
Am 21.07.2026 gegen 13.35 Uhr konnte ein Super-Recogniser der Bundespolizei einen Tatverdächtigen (m.36) nach einem mutmaßlichen Rucksackdiebstahl nach einer gezielten Fahndung bereits 1,5 Std. nach der Tat in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes (Steindamm) vorläufig festnehmen.
Zuvor erschien ein Geschädigter (m.50) mit seiner Frau und seinem Sohn gegen 12.15 Uhr in der Gemeinsamen Sicherheitswache der Bundes- und Landespolizei am Hamburger Hauptbahnhof und erstattete eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Bundespolizei. Dem Geschädigten wurde laut eigenen Angaben zuvor im ICE 776 ein mitgeführter Rucksack (Wert Inhalt über 700,00 Euro) entwendet. Die Familie aus Nordrhein-Westfalen führte zwei weitere Reisekoffer mit sich und bemerkte den Diebstahl des Rucksacks gegen 12.00 Uhr beim Ausstieg aus dem Zug im Hauptbahnhof.
Sofort wurden gespeicherte Videoaufnahmen relevanter Überwachungskameras, u.a. auch am Bahnsteig beim Halt des ICE, von Bundespolizisten gesichtet und ausgewertet.
"Mit sehr schnellem Erfolg: Der Tatverdächtige war mit dem geschulterten zuvor entwendeten Rucksack auf dem gespeichertem Videomaterial gut erkennbar!"
"Umgehend wurden Fahnder der Einsatzeinheit Einzeldienst (EEE) zur gezielten Fahndung nach dem Tatverdächtigen eingesetzt. Aufgrund von vorhandenen Videoprints des mutmaßlichen Täters, konnte ein eingesetzter Super-Recogniser der Bundespolizeiinspektion Hamburg (EEE) in der Nähe vom Hauptbahnhof (Steindamm) den Tatverdächtigen wiedererkennen und vorläufig festnehmen."
Der Beschuldigte wurde zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof verbracht. In einem eigenen mitgeführten Rucksack (gestohlener Rucksack wurde nicht aufgefunden) konnten Bundespolizisten Teile des Diebesgutes im Wert von über 400,00 Euro auffinden und sicherstellen (1x Tablet, 1x eBook, 1x Powerbank, 4x Ladegeräte, Schreibutensilien).
"Der Geschädigte (m.50) wurde telefonisch informiert und konnte sehr erfreut gegen 14.00 Uhr sein Eigentum im Polizeirevier wieder in Empfang nehmen."
Der Tatverdächtige aus Bosnien-Herzegowina wurde erkennungsdienstlich behandelt und musste nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen wieder entlassen werden. Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren (Verdacht auf Diebstahl) eingeleitet. Die zuständige Ausländerbehörde wurde schriftlich informiert.
Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.
"In diesem Fall hat sich der Geschädigte (m.50) genau richtig verhalten und direkt nach dem Bemerken des Diebstahls eine Strafanzeige zunächst gegen Unbekannt bei der Bundespolizei erstattet, sodass sofort alle notwendigen polizeilichen Fahndungsmaßnahmen nach dem Täter, letztendlich erfolgreich, durch die Bundespolizei eingeleitet werden konnten."
Aus aktuellem Anlass warnt die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Hamburg wiederholt vor Gepäck-Diebstählen:
"Lassen Sie niemals Koffer, Gepäckstücke oder Handtaschen in Bahnhöfen oder Zügen unbeaufsichtigt! Erstatten Sie so schnell wie möglich eine Anzeige bei der Bundespolizei - nur so können die Taten mit Einsatz von speziellen Zivilfahndern (u.a. auch Super- Recogniser) und Nutzung von Aufnahmen von Überwachungskameras im Bahnbereich häufig aufgeklärt und die Täter überführt werden!"
Erklärung Super- Recogniser:
Super Recogniser haben eine exzellente Gesichtserkennungsfähigkeit und betrachten das Gesicht einer Person ganzheitlich, prägen es sich ein und sind auch nach sehr langer Zeit und unter schwierigen Bedingungen in der Lage dieses wiederzuerkennen.
"RC"
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Polizeihauptkommissar Rüdiger Carstens ("RC")
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