Jugendlicher legt Bauzaun in Gleise- Zug muss bremsen
Freitagabend gegen 17.30 Uhr wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz auf der Bahnstrecke Büsum - Heide gerufen. Ein Zug der Nordbahn war über einen in die Gleise gelegten Zaun gefahren.
Die eingesetzte Bundespolizeistreife konnte am Einsatzort in Heide dann auch den besagten Zug feststellen. Bei dem Zaunelement handelt es sich um einen Bauzaun aus Metall.
Nach Erkennen des Hindernisses hatte der Triebfahrzeugführer eine Schnellbremsung eingeleitet, trotzdem wurde das Zaunelement (siehe Bild) überfahren. Die 40 Reisenden blieben glücklicherweise unverletzt. Der Zug blieb fahrbereit.
Eine Fahndung im Nahbereich ergab dann einen Jugendlichen. Auf Vorhalt gab der 11-Jährige an, den Zaun, der mit Kabelbindern befestigt war, in die Gleise gelegt zu haben. Dies habe er aus Langeweile gemacht. Der Vater holte seinen Sohn ab. Beide wurden eindringlich über die Gefahren im Bahnbereich belehrt.
Es kam zu Zugausfällen und Verspätungen. Möglicherweise kommen noch Regressforderungen auf den Jugendlichen zu.
Die Bundespolizei warnt vor dem Betreten der Bahnanlagen und insbesondere dem Auflegen von Gegenständen auf die Gleise. Dies ist kein "Dumme-Jungen-Streich", sondern kann im schlimmsten Fall zur Entgleisung eines Zuges führen bzw. Reisende im Zug könnte durch eingeleitete Schnellbremsungen im Zug verletzt werden, sagte Hanspeter Schwartz, Pressesprecher der Flensburger Bundespolizei.
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