BPOLI MD: 28-Jähriger bedroht Reisende und Einsatzkräfte – Bundespolizei leitet mehrere Strafverfahren ein
Am Samstag, den 1. August 2026 beschäftigte ein 28-jähriger Mann die Bundespolizei im Hauptbahnhof Halle (Saale) gleich mehrfach. Um 21:55 Uhr wurde die Bundespolizei durch Mitarbeiter der DB Sicherheit zu einem Geschäft im Hauptbahnhof gerufen. Dort soll der
augenscheinlich alkoholisierte Mann zwei minderjährige Mädchen verbal und durch anzügliche Gesten belästigt haben. Nach bisherigen Erkenntnissen forderte er die beiden mehrfach auf, mit ihm nach Hause zu kommen, schickte Luftküsse und untermauerte seine Äußerungen mit entsprechenden Gesten. Nachdem die Jugendlichen sein Verhalten deutlich ablehnten, beleidigte er diese zudem. Die hinzugerufenen Beamten stellten vor Ort den Tatverdächtigen samt seinen Personalien fest und erteilten ihm einen Platzverweis für den Hauptbahnhof Halle (Saale). Diesen missachtete der 28-Jährige kurze Zeit später. Obwohl ihm ausdrücklich mitgeteilt worden war, den Bahnhof erst kurz vor der Abfahrt seines Zuges wieder betreten zu dürfen, kehrte er bereits nach wenigen Minuten zurück. Da er einer erneuten Aufforderung zum Verlassen des Bahnhofs nicht nachkam, musste er durch die Einsatzkräfte aus dem Gebäude begleitet werden. Währenddessen bedrohte er die Beamten mehrfach in englischer Sprache mit dem Tode und zeigte ihnen den Mittelfinger. Um dem Inder die Weiterreise zu ermöglichen und den Platzverweis durchzusetzen, begleiteten ihn Bundespolizisten später zu seinem Zug. Nach Einstieg in diesen zeigte der Tatverdächtige erneutes Fehlverhalten, in dem er im Zug lautstark weitere Bedrohungen herumschrie. Die Zugbegleiterin schloss den Mann daraufhin von der Weiterfahrt aus. Da er sich weigerte, den Zug zu verlassen, wurde er durch die Beamten festgenommen. Auf dem Weg zur Dienststelle sperrte er sich gegen die Laufrichtung und ließ sich schließlich zu Boden fallen. Ein auf der Dienststelle durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,44 Promille. Die Bundespolizei hat mehrere Ermittlungsverfahren gegen den Mann eingeleitet, unter anderem wegen Bedrohung, Beleidigung, Belästigung der Allgemeinheit, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Hausfriedensbruch.
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