BPOL NRW: Bandendiebstahl aufgeklärt – Bundespolizei nimmt Tatverdächtige fest
In der Nacht von Samstag auf Sonntag klärte die Bundespolizei einen mutmaßlich bandenmäßig begangenen Diebstahl im Kölner Hauptbahnhof durch eine erfolgreiche Videoauswertung auf. Ausgelöst wurde der Fall durch eine ausgenutzte Hilfsbereitschaft und einen gestohlenen Rucksack. Zwei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen, ein weiterer ist weiterhin flüchtig.
Ein 19-jähriger pakistanischer Staatsangehöriger meldete sich auf der Wache der Bundespolizei und gab an, dass ihm kurz zuvor in der E-Passage sein Rucksack gestohlen worden sei. Die unmittelbar eingeleitete Videoauswertung zeigte, wie zwei Männer offenbar arbeitsteilig vorgingen. Einer ließ absichtlich seine Geldbörse fallen und lenkte den Geschädigten damit ab, während sein Komplize den Moment nutzte und den Rucksack entwendete.
Die Videoaufzeichnungen führten die Einsatzkräfte zunächst zu einem 21-jährigen Marokkaner, der im Bereich der Domtreppen angetroffen und zur Dienststelle gebracht wurde. Für die weitere Videoauswertung arbeitete die Bundespolizei eng mit der Videoleitstelle des Polizeipräsidiums Köln zusammen. Dadurch konnten zwei weitere Tatverdächtige identifiziert werden: Eine 20-jährige Deutsche und ein 31-jähriger Marokkaner. Die Frau nahm den gestohlenen Rucksack an sich und versteckte ihn unter ihren Beinen. Wenig später übernahm der 31-Jährige das Diebesgut und flüchtete anschließend mit einem Fahrrad.
Die 20-Jährige wurde vorläufig festgenommen, am Folgetag jedoch durch eine Richterin wieder entlassen. Der 31-Jährige konnte anhand der Videoaufzeichnungen zweifelsfrei identifiziert werden. Er ist derzeit jedoch weiterhin flüchtig.
Der 21-jährige Marokkaner wurde einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.
Gegen die Tatverdächtigen wird wegen des Verdachts des Bandendiebstahls ermittelt.
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