W Festnahme eines mutmaßlichen Trickbetrügers – Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal
Am Dienstag (25.08.2026) führte der Notruf eines Seniors zur
Festnahme eines 26-jährigen Deutschen nach einem versuchten
Trickbetrug. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen in der
Lohsiepenstraße stellen.
Zuvor erhielt ein 91-Jähriger zwei Anrufe einer vermeintlichen
Bankmitarbeiterin. Bei dem Telefonat verlangte die Frau zunächst die
Herausgabe der PIN und kündigte an, dass im weiteren Verlauf ein
Mitarbeiter die Bankkarten bei dem Geschädigten abholen würde.
Richtigerweise erteilte der Mann am Telefon keine Auskünfte. Nach dem
zweiten Anruf verständigte er sodann die Polizei, da ihm das Vorgehen
seltsam erschien.
Anschließend kam es zu einem dritten und letzten Anruf der
vermeintlichen Bankmitarbeiterin. In diesem teilte der Senior seine
PIN mit und man vereinbarte, dass ein Mitarbeiter die dazugehörigen
Kontokarten an der Wohnanschrift abholen würde. Unmittelbar danach
erschien der Tatverdächtige an der Wohnanschrift und riss dem
Geschädigten die Bankkarten aus der Hand. Danach flüchtete er zu Fuß.
Zeitgleich trafen alarmierte Polizeibeamte an der Wohnanschrift ein,
vor denen der Verdächtige flüchtete. Nach kurzer Verfolgung konnten
die Beamten sehen, dass der Beschuldigte in einen PKW einstieg. Bei
Annäherung der Einsatzkräfte flüchtete ein weiterer Mann aus dem PKW
in ein nahegelegenes Waldgebiet in der Nähe zur Erbschlöer Straße.
Die Fahndung nach ihm verlief negativ
Den einschlägig polizeibekannten Tatverdächtigen nahmen die Beamten
fest. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der bei der Tat verwendete
Skoda sich kurz zuvor nach einem Verkehrsunfall auf dem Parkplatz
eines Schnellrestaurants unerlaubt entfernt hatte. Zudem ist der
26-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und dürfte das
Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt haben. Das
angebrachte Kennzeichen passte zudem nicht zu dem Pkw. Die
Ermittlungen hierzu dauern an.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Tatverdächtige, der
über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügt, am 26.08.2026 der
Haftrichterin am Amtsgericht Wuppertal vorgeführt. Diese ordnete die
Untersuchungshaft gegen den Mann an. Die aufwändigen Ermittlungen
werden gegen den Tatverdächtigen wegen des Verdachts des gewerbsmäßig
begangenen Bandenbetruges geführt. Hierbei wird auch überprüft
werden, ob er für weitere Taten verantwortlich ist. Im Falle einer
Verurteilung droht ihm eine empfindliche Freiheitsstrafe. Rückfragen bitte an:
Staatsanwaltschaft Wuppertal
Herr Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert
Tel.: 0202/5748-410