BPOL NRW: Bundespolizei zieht vermutlich alkoholisierten Lokführer aus dem Verkehr
Einsatzkräfte der Bundespolizei haben am Mittwochnachmittag (8. Oktober) einen vermutlich alkoholisierten Triebfahrzeugführer eines Güterzuges die Weiterfahrt untersagt.
Der 31-jährige Lokführer stoppte den Güterzug zwischen Heessen und Ahlen eigenmächtig und war anschließend sowohl für den Fahrdienstleiter als auch für die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn nicht mehr erreichbar. Nachdem ein Lokführer eines langsam vorbeifahrenden Zuges den Verdacht einer Alkoholfahrt äußerte, informierte die Notfallleitstelle die Bundespolizei.
Vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte setzte der 31-Jährige seine Fahrt jedoch fort und kam im Bereich des Güterbahnhofes Ahlen erneut zum Stehen. Hier verließ er den Zug. Durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn wurde der offensichtlich alkoholisierte Lokführer im Nahbereich angetroffen und an die Beamten der Bundespolizei übergeben. Diese untersagten die Weiterfahrt und leiteten gegen den niederländischen Staatsangehörigen, der für ein privates Transportunternehmen tätig war, ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs ein. Eine Blutprobe wurde entnommen.
Der abgestellte Güterzug wurde durch einen Ersatztriebfahrzeugführer übernommen. Durch den Vorfall war die Bahnstrecke zeitweise komplett gesperrt. Hierdurch erhielten 26 Züge Verspätungen von insgesamt 1124 Minuten.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bundespolizeiinspektion Münster
Pressestelle
Roger Schlächter
Telefon: 0251 97437 -1011 (oder -0)
E-Mail: presse.ms@polizei.bund.de
Internet:
Bahnhofstr. 1
48143 Münster
Weitere Informationen erhalten Sie unter oder
unter oben genannter Kontaktadresse.