BPOL NRW: Nach Haftbefehl erkundigt und Beamte angegriffen – Bundespolizei verhaftet aggressiven Gesuchten
Am 20. Oktober fragte ein deutscher Staatsangehöriger die Beamten des Bundespolizeireviers am Bochumer Hauptbahnhof nach einem offenen Haftbefehl gegen ihn. Im weiteren Verlauf der Verhaftung griff er die Einsatzkräfte an und leistete massiven Widerstand.
Gegen 21:20 Uhr meldete sich der 49-Jährige bei der Bundespolizeiwache am Hauptbahnhof Bochum. Er gab an, dass gegen ihn ein Haftbefehl bestünde. Die Abfrage seiner Personalien ergab einen offenen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen Diebstahls. Demnach hatte er noch eine Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen zu verbüßen, die er gegen die Zahlung der Geldstrafe in Höhe von 1.390 Euro (inklusive Kosten) hätte abwenden können.
Als die Beamten dem Wohnungslosen den Haftbefehl eröffneten, wurde dieser plötzlich hochgradig aggressiv. Er beleidigte die Beamten und drohte ihnen mit Schlägen. Im Verlauf der Maßnahmen griff er die Uniformierten schließlich an, die die Angriffe abwehrten, den Mann zu Boden brachten und dort unter massivem Widerstand fesselten. Dabei verletzten sich der Angreifer und ein Beamter.
Die Bundespolizisten forderten anschließend einen Arzt an, der den Mann untersuchen sollte und letztlich die Haftfähigkeit bescheinigte.
Der verletzte Beamte verblieb dienstfähig.
Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen überstellten die Einsatzkräfte den 49-Jährigen an die Justizvollzugsanstalt.
Er muss sich nun zusätzlich wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung und Bedrohung verantworten.
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