A27/Langwedel: Kontrolltage im Güterverkehr – mehr als jedes dritte Fahrzeug beanstandet
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A27/Langwedel. Drei Tage lang hat die Autobahnpolizei Langwedel gemeinsam mit dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), dem Zoll und dem Veterinäramt des Landkreises Verden den gewerblichen Güterverkehr auf der A27 kontrolliert. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von Kolleginnen und Kollegen aus Achim, Bad Fallingbostel und Geestland. Von Dienstag bis Donnerstag, 20. bis 22. Oktober, überprüften sie an der Tank- und Rastanlage Goldbach Nord und Süd insgesamt 158 Fahrzeuge. Im Fokus standen Kleintransporter, Ladungssicherung und Technik sowie Tier- und Lebensmitteltransporte.
Bei 57 Fahrzeugen und damit bei mehr als jedem dritten stellten die Kontrollierenden Verstöße fest. Am häufigsten ging es um nicht eingehaltene Lenk- und Ruhezeiten, Überladungen und technische Mängel.
Insgesamt leiteten die Einsatzkräfte 56 Ordnungswidrigkeiten- und acht Strafverfahren ein. In 23 Fällen untersagten sie die Weiterfahrt. Sieben Mal wurde eine Sicherheitsleistung fällig, insgesamt rund 15.750 Euro. In 25 Fällen regt die Polizei zudem bei der Bußgeldbehörde an, die durch die Verstöße erlangten Vermögensvorteile der Unternehmen einzuziehen.
Mit zwei Bussen beladen war ein Sattelzug, den die Kontrolleure am Dienstag überprüften. Das Gespann überschritt die zulässigen Abmessungen, außerdem wiesen Zugmaschine und Auflieger schwerwiegende technische Mängel auf. Das BALM untersagte die Weiterfahrt. Der Fahrer setzte sich darüber hinweg - zwei Tage später kontrollierte ihn die Polizei am gleichen Ort erneut.
Sowohl das Unternehmen als auch den Fahrer erwarten nun empfindliche Strafen.
Am Mittwoch stoppten die Einsatzkräfte einen mit drei Personen besetzten Kleintransporter. Der Fahrer war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und stand unter dem Einfluss von Kokain, ihm wurde eine Blutprobe entnommen.
Am Donnerstag fiel ein Lkw auf, dessen Prüfplakette weder zu den Fahrzeugpapieren noch zu den Daten im Zentralen Fahrzeugregister passte. Zudem gehörte der Aufbau nicht zum Fahrgestell. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt, stellten die Kennzeichen sicher und leiteten ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung ein.
Ebenfalls am Donnerstag kontrollierten die Einsatzkräfte einen Sattelzug, dessen Fahrer die Lenk- und Ruhezeiten erheblich missachtet hatte - teilweise saß er bis zu 15 Stunden am Steuer. Die auffälligen Aufzeichnungen brachten die Beamten auf eine weitere Spur: Der Mann besaß zwei Fahrerkarten für das Kontrollgerät auf seinen Namen. Eine davon war bereits als ungültig gemeldet, weil ihm eine Ersatzkarte ausgestellt worden war. Die ungültige Karte wurde sichergestellt, gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Die Ergebnisse der Kontrolltage verdeutlichen die Bedeutung regelmäßiger Kontrollen im Güterverkehr. Sie dienen dazu, Verstöße konsequent aufzudecken, Gefahren frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.
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Polizeiinspektion Verden / Osterholz
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