Bundespolizei nimmt zwei Tatverdächtige nach Graffiti-Serie an RegioTrams fest – Wohnungsdurchsuchungen führen zu weiteren Funden
Nach einer Serie von Graffiti-Sachbeschädigungen an RegioTrams haben Ermittler der Bundespolizeiinspektion Kassel zwei Tatverdächtige aus Kassel identifiziert. Im Rahmen richterlich angeordneter Wohnungsdurchsuchungen wurden beide Männer in ihren Wohnungen angetroffen. Der durch die mutmaßlichen Taten entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf mehr als 15.000 Euro.
Nach bisherigen Ermittlungen stehen die beiden Tatverdächtigen im Verdacht, im Zeitraum vom 11. bis zum 14. September 2026 gemeinschaftlich in insgesamt acht Fällen abgestellte RegioTrams mit Graffiti besprüht zu haben. Die Taten ereigneten sich in Wolfhagen, Melsungen, Hümme sowie am Kasseler Hauptbahnhof.
Kontrolle führt zu ersten Ermittlungsansätzen
Auf die beiden Tatverdächtigen wurde die Polizei in der Nacht vom 13. auf den 14. September 2026 aufmerksam. Eine Streife der Polizeistation Hofgeismar kontrollierte sie auf einem Feldweg in der Ortslage Hofgeismar. Dabei fanden die Beamten insgesamt 48 Farbspraydosen sowie Handschuhe. In der Folge erhärtete sich der Tatverdacht gegen die beiden Männer.
Beide Tatverdächtige sind den Ermittlungsbehörden bereits bundesweit im Zusammenhang mit zurückliegenden Graffiti-Delikten bekannt.
Wohnungsdurchsuchungen und weitere Funde
Auf Grundlage der bisherigen Ermittlungsergebnisse erließ das Amtsgericht Kassel am 21. September 2026 Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der beiden Tatverdächtigen. Die Durchsuchungsmaßnahmen wurden am 20. Oktober 2026 durchgeführt. Dabei wurden beide Männer in ihren jeweiligen Wohnungen angetroffen und vorläufig festgenommen.
In den Wohnungen fanden die Ermittler unter anderem einen Schlagring, Warnwesten von verschiedenen Zugunternehmen, eine geringe Menge Kokain sowie Atemschutzmasken, Fotoalben und diverse elektronische Geräte.
Die weiteren Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der bei den Wohnungsdurchsuchungen beschlagnahmten Beweismittel, dauern an. Gegen beide Tatverdächtige wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Kassel
Heerstr. 5
34119 Kassel
Pressesprecher
Ibrahim Aras
Telefon: 0561/81616 - 1010
E-Mail: bpoli.kassel.presse@polizei.bund.de