BPOLI C: Mehrere Sachverhalte beschäftigten die Beamten am Chemnitzer Hauptbahnhof am Wochenende
Am 30.10.2026 gegen 15:20 Uhr bedrohte ein 45-jähriger Deutsche den
Zugbegleiter in der MRB von Döbeln in Richtung Chemnitz mit den Worten "Ich schlag dir den Schädel ein" und beleidigte ihn mit den Worten
"Nazi, Fotze, Bahnwichser". Ausgangssachverhalt war, dass der 45-Jäh-
rige Bier verschüttete und der Zugbegleiter ihn auf die Verunreinigung ansprach. Eine Streife der Bundespolizei nahm den 45-Jährigen am Chemnitzer Hauptbahnhof in Empfang und verbrachte ihn zur polizeilichen Bearbeitung zum Revier. Es wurden Anzeige wegen Bedrohung erstattet, anschließend wurde er auf freien Fuß aus der Dienststelle entlassen.
Nur wenig später fiel der 45-Jährige jedoch erneut am Hauptbahnhof auf. Das Revier der Bundespolizei am Chemnitzer Hauptbahnhof wurde durch einen Mitarbeiter des Info Point gegen 16:45 Uhr informiert, dass eine männliche Person Flaschen über den Bahnsteig 7 wirft. Eine Streife begab sich direkt zu Bahnsteig 7 und erkannte bereits, dass es sich um die gleiche Person handelte, welche eben erst die Dienststelle verlassen hatte. Nach Rücksprache mit dem vor Ort befindlichen Triebfahrzeugführer schilderte dieser, dass der 45-Jährige die Bahn bereits betreten habe, obwohl diese mit dem Hinweis "Nicht Einsteigen" gekennzeichnet war. Der Aufforderung
durch den Triebfahrzeugführer den Zug zu verlassen, kam der 45-Jährige nicht nach. De Triebfahrzeugführer schob den Deutschen dann leicht aus dem Zug. Nach dem Ausstieg warf der Beschuldigte eine Bierflasche in Richtung des Triebfahrzeugführers. Durch Abducken konnte sich dieser einem Treffer entziehen. Erneut wurde der 45-Jährige zum Bundespolizeirevier am Chemnitzer Hauptbahnhof verbracht. Nach der polizeilichen Bearbeitung und der Erstattung der Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung, konnte er die Dienststelle verlassen.
Am 31.10.2026 gegen 06:50 Uhr kontrollierte eine Streife am Chemnitzer Hauptbahnhof eine 45-Jährige Deutsche auf Grund ihres auffälligen Verhaltens. Die Kontrolle ihrer Personalien ergab eine Ausschreibung zur Strafvollstreckung der Staatsanwaltschaft Mühlhausen wegen Diebstahl. Zudem wurden bei der Durchsuchung der Person Betäubungsmittel (kristalline Substanz) aufgefunden. Da sie ihre offene Geldstrafe in Höhe von 2856,80 Euro nicht begleichen konnte, wurde sie in die JVA eingeliefert. Dort muss sie nun ihre Ersatzfreiheitsstrafe von 175 Tagen absitzen. Außerdem erhielt sie eine weitere Anzeige wegen
Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Nur wenig später, gegen 8:10 Uhr hielten vier ukrainische Staatsangehörige die Beamten am Chemnitzer Hauptbahnhof auf Trapp. Durch die Leitstelle der Mitteldeutschen Regiobahn wurde bekannt, dass der Zugbegleiter des Zuges von Riesa in Richtung Chemnitz bei einer männlichen Person ein pistolenähnlicher Gegenstand wahrgenommen habe. Er war mit drei weiteren männlichen Personen unterwegs. Einsatzkräfte der Bundespolizei begaben sich unmittelbar zum Bahnsteig wo die Bahn wenig später einfuhr. Bei Zugeinfahrt konnten die vier männlichen Tatverdächtigen erkannt werden. Die Beamten erkannten durch das Zugfenster, wie einer der Tatverdächtigen zu einer Pistole griff und sie gegen die Beamten erhob. Daraufhin drohten die Einsatzkräfte den Schusswaffengebrauch an.
Aufgrund dieser Schusswaffenandrohung konnte das Ablegen der Pistole
durch den Tatverdächtigen erreicht und die vier Tatverdächtigen festgenommen werden. Bei den vier Personen handelt es sich um ukrainische Staatsangehörige im Alter von 21,22,23,23 Jahren. Bei der Durchsuchung vor Ort konnte eine weitere Pistole festgestellt werden. Bei den beiden sichergestellten Pistolen handelt es sich um Anscheinswaffen. Zur weiteren Bearbeitung wurden alle Personen in die Diensträume der Bundespolizeiinspektion Chemnitz verbracht. Es wurde Strafanzeige wegen Bedrohung erstattet. Anschließend konnten sie die Dienststelle verlassen.
Am 1.11.2026 gegen 12:25 Uhr ereignete sich der nächste Bedrohungs-
sachverhalt. Ein 18-jähriger syrischer Staatsangehöriger bedrohte eine Zugbegleiterin auf der Fahrt von Dresden nach Zwickau. Daraufhin verblieb der Zug bis Eintreffend er Einsatzkräfte am Bahnhof Glauchau. Im Zug befand sich ein Polizeibeamter der hessischen Landespolizei, welcher den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte festhielt. Vor Ort wurde bekannt, dass der 18-Jährige die Zugbegleiterin im Rahmen der Ticketkontrolle mehrfach mit unsittlichen Worten beleidigte und sie bedrohte. Ein Ticket konnte er nicht vorweisen. Es wurden Anzeigen wegen Bedrohung und Erschleichen von Leistungen erstattet. Anschließend wurde auch er auf freien Fuß entlassen.
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