261106-1. Zuführung nach versuchtem Tötungsdelikt in Hamburg-Heimfeld
Tatzeit: 15.09.2026, 00:38 Uhr
Tatort: Hamburg-Heimfeld, Schwarzenbergstraße
Nachdem Mitte September ein 55-jähriger Mann im Hamburger Stadtteil Heimfeld durch eine Schussabgabe am Bein lebensgefährlich verletzt worden war, konnten der mutmaßliche Schütze sowie weitere mutmaßliche Tatbeteiligte ermittelt werden.
Zunächst wird auf die ursprüngliche Pressemitteilung, zu finden unter: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6337/6352624, verwiesen.
Im Rahmen der intensiv geführten Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft geriet ein 24-jähriger Türke in den Fokus der Beamtinnen und Beamten. Er steht im Verdacht, die Schüsse auf den 55-Jährigen abgegeben zu haben.
Darüber hinaus ermittelten sie zwei weitere türkische Tatverdächtige im Alter von 29 und 25 Jahren, die bei der Schussabgabe ebenfalls anwesend gewesen sein sollen und mit dem 24-Jährigen gemeinsam vom Tatort geflüchtet waren.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte daraufhin beim Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den 24-jährigen mutmaßlichen Schützen, dessen Aufenthaltsort zunächst unbekannt war. Zudem erwirkte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 25-Jährigen in Hannover (Niedersachsen).
Nachdem die Ermittlerinnen und Ermittler des Landeskriminalamts den 24 Jahre alten Tatverdächtigen im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg lokalisieren konnten, vollstreckten sie am Mittwoch den Haftbefehl gegen den 24-jährigen Schützen und nahmen dabei den ebenfalls angetroffenen 29-jährigen Begleiter vorläufig fest. Im Anschluss durchsuchten die Einsatzkräfte eine Wohnung im Stadtteil Wilhelmsburg, aus der die beiden Männer zuvor gekommen waren. Dabei fanden sie eine scharfe Schusswaffe, zwei demontierte Schusswaffen, diverse Munition, diverse Schlag- und Stichwaffen, rund 15 Gramm mutmaßliche Betäubungsmittel sowie weitere Beweismittel auf und stellten diese sicher.
Die beiden Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Eine Haftrichterin verkündete gegenüber dem 24-jährigen Schützen den Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen den 29-Jährigen.
Bei der anschließenden Vollstreckung des Durchsuchungsbeschlusses für die Wohnung in Hannover (Stadtteil Mitte) trafen Einsatzkräfte der Polizei Niedersachsen den 25-jährigen Türken an und stellten diverse Beweismittel sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde dieser entlassen, da die Voraussetzungen für einen Haftbefehl nicht vorlagen.
Die Ermittlungen dauern an.
Schl.
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