BPOL NRW: Bundespolizisten überwältigen Mann nach gewaltsamem Eindringversuch in Dienststelle
Am 8. November versuchte ein 26-Jähriger gewaltsam, in die Dienststelle der Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof einzudringen. Dabei leistete er erheblichen Widerstand und trat einen Beamten. Die eingesetzten Kräfte blieben unverletzt.
Gegen 06:15 Uhr sprach ein ägyptischer Staatsangehöriger zunächst eine Streife im Hauptbahnhof an. Er gab an, Angst zu haben und seit sechs Tagen nicht mehr geschlafen zu haben. Trotz mehrfacher Nachfrage wollte er nicht näher erläutern, wovor er sich fürchtet. Eine angebotene medizinische Versorgung durch einen Rettungswagen lehnte er ab. Der Mann gab zudem an, bereits Kontakt zur Polizei Düsseldorf gehabt zu haben. Bei der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte die Klinge eines Teppichmessers in seiner Jackentasche fest und stellten diese sicher. Anschließend entließen sie den Ägypter.
Etwa eine Stunde später sprach der in Bestwig wohnende Mann erneut Einsatzkräfte vor einem Nebeneingang der Wache an. Die Beamten forderten ihn auf, sich zum Haupteingang zu begeben, wo sich weitere Einsatzkräfte um sein Anliegen kümmern würden.
Daraufhin versuchte der Tatverdächtige gewaltsam, an den Beamten vorbei in die Dienststelle einzudringen. Als die Einsatzkräfte dies verhinderten, leistete er erheblichen Widerstand. Er konnte schließlich überwältigt und gefesselt werden.
Auch beim anschließenden Zuführen zur Gewahrsamszelle leistete der Mann Widerstand und trat dabei einen Beamten. In der Zelle setzte er sein Verhalten fort und leistete wiederholt erheblichen Widerstand. Zudem spuckte er in die Zelle und verunreinigte sie in Folge dessen.
Aufgrund des Gesundheitszustands des Mannes wurden ein Rettungswagen und ein Arzt angefordert. Darüber hinaus wurde das zuständige Ordnungsamt bezüglich einer möglichen Unterbringung kontaktiert. Ein vor der Dienststelle gefundenes Mobiltelefon, auf dem eine Audioaufnahme lief, wurde als Beweismittel beschlagnahmt.
Im weiteren Verlauf wurde der 26-Jährige unter polizeilicher Begleitung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Bundespolizei leitete entsprechende Ermittlungsverfahren ein.
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