Pressebericht vom 03.07.2016
Inhalt:
1141. Festnahme eines Einbrechers – Unterschleißheim
1142. Einbruch in eine Wohnung - Schwabing
1143. Handtaschenraub - Neuhausen
1144. Raub eines Smartphones – Opfer wird bei der Tat verletzt – Aubing
1145. Polizeibeamte retten Kleinkind aus verschlossenem Pkw – Trudering
1146. Fund von zwei älteren Geldbörsen – Maxvorstadt
1147. Amtsanmaßung durch angebliche Polizeibeamte –Schwanthaler Höhe
1148. Schüsse aus einer Schreckschusspistole – Schwabing
1149. Lkw stößt mit Motorrad zusammen – Motorradfahrer wird schwer verletzt – Garching
1150. Feiern beim EM-Spiel am 02.07.2016
1141. Festnahme eines Einbrechers – Unterschleißheim
Am 01.07.2016 um 05:30 Uhr versuchte ein 61-Jähriger aus Unterschleißheim in eine Wohnung in der Mistralstraße einzubrechen. Als er ein gekipptes Fenster öffnen wollte, stieß er einen Blumentopf vom dortigen Fensterbrett. Durch den Lärm wachte die Wohnungsbewohnerin auf und sie konnte den Einbrecher vertreiben. Sie alarmierte die Polizei und gab den Beamten eine gute Personenbeschreibung. Im Rahmen einer Fahndung konnten die Polizeibeamten den Einbrecher festnehmen.
Der Ermittlungsrichter erließ einen Haftbefehl.
1142. Einbruch in eine Wohnung - Schwabing
Am 01.07.2016 zwischen 13:45 Uhr und 16:45 Uhr konnten bislang unbekannte Täter in eine Wohnung in der Georgenstraße in Schwabing einbrechen.
Die Täter gelangten ungehindert in das Mehrfamilienhaus und öffneten mit Einbruchswerkzeug eine Wohnungstür im 4. Stock. Sie durchsuchten die Zimmer der Wohnung und konnten Laptops, Armbanduhren und Bargeld im Wert von mehreren 10.000 Euro entwenden.
Nach der Tat entfernten sich die Täter unerkannt vom Tatort.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1143. Handtaschenraub - Neuhausen
Am 01.07.2016, gegen 17:35 Uhr, befand sich eine 85-jährige Münchnerin auf dem Gehweg der Renatastraße in Neuhausen. Ihre Damenhandtasche trug sie über ihrer rechten Schulter. Plötzlich fuhr ein bislang unbekannter Täter mit dem Fahrrad von hinten an sie heran und entriss ihr die Handtasche. Mit der Handtasche entfernte er sich schnell vom Tatort. In der Handtasche befand sich der Geldbeutel der Geschädigten mit ca. 200 Euro Bargeld.
Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 20 - 22 Jahre alt, ca. 170 – 180 cm groß, westeuropäische Erscheinung, mittelblonde kurze Haare, Bekleidet mit einer beigen/hellen Dreiviertelhose, weiß-blaues kariertes Hemd. Der Täter fuhr ein silbernes Mountainbike.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1144. Raub eines Smartphones – Opfer wird bei der Tat verletzt – Aubing
Am 01.07.2016, gegen 23:00 Uhr, befand sich ein 38-jähriger Münchner in der Georg-Böhmer-Straße in Aubing.
Er befand sich in der Nähe von drei bislang unbekannten Personen, die plötzlich zusammen auf ihn einschlugen. Er stürzte und die Täter nahmen ihm das Smartphone weg. Danach flüchteten sie in unbekannte Richtung. Der 38-Jährige erlitt bei dem Überfall eine Kopfverletzung, die stationär im Krankenhaus behandelt werden musste.
Täterbeschreibung:
01: Männlich, ca. 19 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlank, schmales Gesicht, kleine Nase, rot/schwarz bekleidet, sprach hochdeutsch
02: Männlich, ca. 18 -19 Jahre alt, braune kurze Haare, ca. 85 kg, kräftig, weißes T-Shirt
03: Weiblich, 18-19 Jahre, ca. 170 cm, schulterlange braune Haare, schlanke Statur, sprach deutsch
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1145. Polizeibeamte retten Kleinkind aus verschlossenem Pkw – Trudering
Am 01.07.2016 um 19:35 Uhr bemerkte ein 38-jähriger Münchner einen Audi, der in der Friedenspromenade parkte. In dem verschlossenem Pkw bemerkte er ein 8 Monate altes Kleinkind, das sich dort alleine befand.
Es herrschten zu dem Zeitpunkt sehr warme Temperaturen. Da er keine Person bemerkte, die für den Pkw verantwortlich war, alarmierte er den Polizeinotruf 110. Beamte der PI 25 sahen ebenfalls das 8 Monate alte Kind, das auf der Rückbank des Audis befand und schrie. Es war nassgeschwitzt. Alle Fensterscheiben waren geschlossen. Über das Kennzeichen wurden die Halterdaten recherchiert und der Halter angerufen. Da niemand ans Telefon ging, schlugen die Beamten eine Scheibe des Pkw ein und holten das Kind aus dem Auto.
Kurz danach kam die 36-jährige Mutter zu dem Fahrzeug. Sie gab an, dass sie kurz Erledigungen machen wollte und dabei die Zeit vergessen hatte. Das Kind wurde der Mutter übergeben und es wird ein Bericht über den Vorfall an das Jugendamt geschickt.
1146. Fund von zwei älteren Geldbörsen – Maxvorstadt
Am 28.06.2016 um 14:00 Uhr war eine 59-jährige Münchnerin mit Umbauarbeiten in einem Geschäft am Lenbachplatz beschäftigt. Dabei fand sie hinter einer Holzabdeckung zwei Geldbörsen, in denen sich Personalausweise, Scheckkarten und Bargeld befand. Die Geldbörsen gehörten zwei Münchnerinnen (43 und 57 Jahre alt).
Die Finderin gab die Geldbörsen bei der Polizei ab und die beiden Inhaberinnen konnten benachrichtigt werden. Dabei stellte sich heraus, dass die Geldbörsen bereits vor über 15 Jahren abhanden kamen.
1147. Amtsanmaßung durch angebliche Polizeibeamte –Schwanthaler Höhe
Am 29.06.2016, gegen 23:00 Uhr, befand sich ein 64-jähriger Münchner auf dem Gehweg der Parkstraße. Dort näherte sich ihm eine Mercedes A-Klasse, in der drei Personen saßen (zwei 20-Jährige und ein 21-Jähriger).
Die Drei hielten bei dem Münchner an und sprachen ihn mit „Halt Polizei“ an. Dem 64-Jährigen war es aufgrund der Umstände sofort klar, dass es sich bei den drei Personen um keine echten Polizeibeamten handelte. Er versuchte sich zu entfernen. Die drei Personen verfolgten ihn und sprachen ihn mehrfach an mit den Worten: „Stopp Polizei“ und „wir sind von der Polizei“.
Der Münchner ging daraufhin in eine Gaststätte, deren Mitarbeiter die Polizei verständigten. Die drei Pkw-Insassen entfernten sich wieder und konnten von Polizeibeamten in der Nähe festgenommen werden.
Bei einer ersten Befragung stellte sich heraus, dass die drei Täter sogenannte „Prankvideos“ herstellen und dies auch in dieser Situation versucht hatten. Die Täter wurden wegen Amtsanmaßung und Nötigung angezeigt. Die Mobiltelefone wurden sichergestellt.
Nach der Anzeigenbearbeitung und einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurden sie wieder entlassen.
1148. Schüsse aus einer Schreckschusspistole – Schwabing
Am 01.07.2016, um 21:20 Uhr, bemerkte ein Anwohner in der Hiltenspergerstraße die Geräusche von drei Schüssen.
Er war sich sicher, dass die Schüsse auf irgendeinem Balkon im Innenhof eines bestimmten Hauses abgegeben wurde. Er alarmierte die Polizei.
Über zehn Streifen kamen zu dem Einsatzort und die Beamten konnten schnell Patronenhülsen in dem Hinterhof finden. Das vom Zeugen beschriebene Haus hatte fünf Stockwerke. Es wurde observiert und durchsucht. Nachdem sich ein Bewohner im zweiten Stock auf seinem Balkon auffällig verhalten hatte, wurde er aufgefordert, seine Wohnungstüre zu öffnen.
Bei der Durchsuchung der Wohnung, an der auch ein Diensthund beteiligt war, wurde Cannabis aufgefunden. Dazu befanden sich mehrere gerauchte Joints und eine Feinwaage in der Wohnung.
Als Schütze schied der 27-jährige Bewohner aus.
Weitere Ermittlungen führten zu einem Tatverdacht gegen einen 32-jährigen Bewohner im 4.Stock. Er konnte von den Einsatzkräften auf seinem Balkon angesprochen werden und er öffnete daraufhin seine Wohnungstür. In der Wohnung wurde eine Schreckschusspistole aufgefunden. Der 32-Jährige gab danach zu, mit dieser Waffe drei Schüsse auf seinem Balkon abgefeuert zu haben. Die Waffe wurde sichergestellt und der Schütze wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz angezeigt.
Der 27-jährige Münchner, bei dem Cannabis gefunden wurde, wurde nach der Anzeigenbearbeitung und einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen. Das Cannabis wurde sichergestellt und er wurde wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz angezeigt.
1149. Lkw stößt mit Motorrad zusammen – Motorradfahrer wird schwer verletzt – Garching
Am 02.07.2016, um 12:30 Uhr, fuhr ein 34-Jähriger aus dem Landkreis Erding mit seinem Daimler Lkw auf der Staatsstraße 2350 in Garching. An der Kreuzung zur Freisinger Landstraße wollte er nach links abbiegen und er fuhr, trotz eines für ihn geltenden Rotlichts der Ampel, in den Kreuzungsbereich ein. Zur gleichen Zeit fuhr auf der Staatsstraße ein 54-Jähriger aus dem Landkreis Freising mit seinem KTM Motorrad.
Der Lkw Fahrer bemerkte den Motorradfahrer zu spät und es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem das Motorrad frontal gegen den Lkw prallte.
Der Motorradfahrer wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt (Schädelverletzung und Frakturen) und er wurde vom Notarzt zur stationären Behandlung in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden von ca. 15.000 Euro.
Während der Unfallaufnahme musste die Unfallstelle für vier Stunden gesperrt werden. Es kam zu keinen Verkehrsbehinderungen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München wird ein unfallanalytisches Gutachten erstellt.
1150. Feiern beim EM-Spiel am 02.07.2016
Am 02.07.2016, um 21:00 Uhr, begann das Spiel zwischen Deutschland und Italien, das gegen 23:50 Uhr mit einem Sieg der Deutschen Mannschaft endete. Die Gaststätten an der Ludwig- und Leopoldstraße, sowie in der Innenstadt und im Bereich des Viktualienmarktes waren mit über 2.000 erkennbaren Fans gut besucht.
Ca. 12.000 Personen befanden sich beim Public Viewing im Olympiastadion.
Nach Spielende feierten über 3.000 Fans auf der Leopoldstraße. Die Leopoldstraße wurde zwischen der Franz-Joseph-Straße und der Münchner Freiheit gesperrt.
Zwischen dem Siegestor und der Franz-Joseph-Straße wurden bis zu 300 hupende Pkw mit feiernden Fans festgestellt. Ab 01:15 Uhr nahm die Zahl der Feiernden auf der Leopoldstraße wieder ab und um 02:30 Uhr konnten alle Verkehrssperren aufgehoben werden.
Sieben Personen (vier Deutsche und drei Italiener) wurden wegen Ordnungswidrigkeiten nach dem Sprengstoffgesetz angezeigt, da sie unerlaubte Pyrotechnik zündeten.
Im Olympiastadion wurde eine Person wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz angezeigt, da er einen Joint geraucht hatte.
Außerdem provozierten und beleidigten dort neun Personen immer wieder die eingesetzten Polizeibeamten. Einer zeigte dazu den „Hitlergruß“.
Acht wurden wegen Beleidigung und eine Person wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt.