Nr. 0432
Im Zusammenhang mit randalierenden Chaoten im Vorfeld des
Bundesliga-Spiels haben Polizisten gestern in Moabit knapp 100
Personen festgenommen.
Gegen 13 Uhr kam es in der Beussel- Ecke Turmstraße zu
gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Frankfurter und
Berliner „Fans“, die zum Teil mit Schlagwerkzeugen
aufeinander losgingen. Flaschen, Bierkisten, Stühle und
Feuerwerkskörper wurden von den Maskierten verwendet, um
Anhänger des gegnerischen Lagers zu verletzen. Beim Eintreffen
der ersten zwei Funkwagen des Abschnitts 33 standen die Beamten
einer etwa 60-köpfigen Gruppe von Randalierern gegenüber,
deren Aggressionen sich sofort gegen die Polizisten richteten.
Als der Mob auf die Beamten losstürmte, zogen diese ihre
Dienstwaffen und verhinderten somit offenbar einen
körperlichen Übergriff. Gemeinsam mit weiteren nacheinander
eintreffenden Polizeibeamten nahm man die Verfolgung der
Chaoten auf. Währenddessen kam es zu Angriffen auf
Polizeifahrzeuge mit Steinen und Flaschen, wodurch zwei Autos
beschädigt wurden. Von den insgesamt 96 Festgenommenen stammen
73 aus Hessen. Sie wurden zu einem zentralen Treffpunkt in
Charlottenburg geleitet. Allen Beteiligten wurden Platzverweise
und Stadionverbote ausgesprochen. Sechs Beteiligte kamen
verletzt in Krankenhäuser, von denen einer stationär
verblieb.
Ob nun die Berlinbesucher gezielt einen Treffpunkt von
Herthanern aufgesucht hatten, um diese zu malträtieren oder ob
es sich um eine gezielte Verabredung zu einer Schlägerei
zwischen Hooligans handelte, ist Gegenstand der laufenden
Ermittlungen.
Schwerer Landfriedensbruch vor Fußballspiel
Polizeimeldung vom 26.02.2017
Mitte
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