50.000 Euro Sachschaden und 4 Leichtverletzte nach Brand in Gemeinschaftsunterkunft
07.07.2017, PP Oberbayern Süd
50.000 Euro Sachschaden und 4 Leichtverletzte nach Brand in Gemeinschaftsunterkunft
KASTL, LKR. ALTÖTTING. In einer Küche brach am Freitagnachmittag, 7. Juli 2017, ein Brand in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Kastl aus. 16 Bewohner wurden vor Ort vom Rettungsdienst untersucht, vier Personen kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur genaueren Untersuchung in ein Krankenhaus. Der entstandene Sachschaden dürfte 50.000 Euro betragen. Beamte des Traunsteiner Kriminaldauerdienstes (KDD) übernahmen die ersten Ermittlungen vor Ort.
Gegen 14.15 Uhr wurde die Polizei von der Integrierten Leitstelle (ILS) darüber benachrichtigt, dass in der dezentralen Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Kastl ein Brand ausgebrochen war. Mehrere Streifenfahrzeuge verlegten daraufhin neben der Feuerwehr und dem Rettungsdienst zur Unterkunft in der Altöttinger Straße. Von außerhalb des Gebäudes war das Feuer, das im Dachgeschoß ausgebrochen war, nicht zu sehen. Alle zu dieser Zeit anwesenden Bewohner hatten das Haus auch bereits verlassen.
Bereits gegen 14.35 meldete die Feuerwehr, dass der Brand gelöscht war, jedoch sind die Räumlichkeiten bis auf weiteres nicht mehr nutzbar. Um die Unterbringung der rund 20 Bewohner kümmert sich die Gemeinde. Den entstandenen Sachschaden schätzen die Einsatzkräfte auf 50.000 Euro. 16 Bewohner wurden vor Ort von den Helfern des Rettungsdienstes und dem Notarzt vorsorglich untersucht, zwei Frauen und zwei Männer wurden zu eingehenderen Untersuchungen mit ins Krankenhaus genommen.
Beamte des Traunsteiner KDD begannen danach mit den ersten Untersuchungen zur Brandursache. Für die Ermittler deutet alles darauf hin, dass das Feuer in der Küche im Dachgeschoß der Unterkunft ausbrach. Wie genau das passierte, bedarf weiterer Ermittlungen. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat gibt es nicht.