Pressebericht vom 10.10.2017


10.10.2017, PP München

Pressebericht vom 10.10.2017
1740. 39. Rauschgifttoter

1741. Tätlicher Angriff auf dem Nachhauseweg – Neuperlach

1742. Sachbeschädigung durch Graffiti in einer Trambahn – Haidhausen

1743. Versuchter schwerer Diebstahl aus Wohnung – Fasanerie



1740. 39. Rauschgifttoter Am Donnerstag, 05.10.2017, gegen 13.30 Uhr, wurde ein 50-jähriger Münchner in einer Unterkunft in München-Neuaubing in Bett liegend tot aufgefunden. Über den Hausmeister war die Wohnungsöffnung veranlasst worden, nachdem der Münchner seit längerem nicht mehr gesehen worden war.

Durch den hinzugezogenen Leichenschauarzt wurde eine nicht natürliche Todesart bescheinigt. Nach den ersten Ermittlungen muss davon auszugehen, dass der seit vielen Jahren drogenabhängige Mann an den Folgen seines Rauschmittelkonsums verstorben ist.

Es ergaben sich keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden.

Der 50-Jährige ist somit der 39. Rauschgifttote im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München im Jahr 2017.

Vergleichszeitraum: 2016: 48 Rauschgifttote


1741. Tätlicher Angriff auf dem Nachhauseweg – Neuperlach Am Dienstag, 03.10.2017, gegen 22.00 Uhr, verfolgte ein 21-jähriger Münchner von der U-Bahnstation Quiddestraße aus eine 47-Jährige auf ihrem Heimweg. Unvermittelt riss er ihren Kopf an den Haaren nach hinten und drückte eine Hand auf Mund und Nase.

Nachdem die 47-jährige Münchnerin ihn in seine Hand biss, konnte sie um Hilfe schreien. Um dies zu verhindern, umarmte er sie, drückte sie auf den Boden und legte sie auf den Rücken.

Drei Schüler im Alter von 19 und 20 Jahren hörten die Schreie der Frau und konnten den 21-Jährigen von der Frau wegzerren und ihn bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.
Die 47-Jährige erlitt durch den Sturz Prellungen und Verletzungen an der Nase sowie einen Schock. Durch einen Rettungsdienst wurde sie noch vor Ort versorgt.

Der erheblich unter Alkoholeinfluss stehende 21-Jährige hatte bei der Festnahme seinen Hosenschlitz offen. Nach Angaben der 47-Jährigen wurde sie jedoch sexuell nicht berührt.

Inwieweit ein Sexualdelikt vorliegt, müssen die Ermittlungen der Fachdienststelle ergeben.

Aufgrund des beherzten Einschreitens der drei Schüler konnte Schlimmeres verhindert werden.


1742. Sachbeschädigung durch Graffiti in einer Trambahn – Haidhausen Am Freitag, 06.10.2017, gegen 22.10 Uhr, stieg an der Haltestelle „St. Emmeram“ eine Gruppe von acht Jugendlichen in das hintere Abteil der Trambahnlinie 16 ein.

Während der Fahrt fingen die Jugendlichen an zu randalieren. Dabei wurde herumgegrölt, die Füße auf die Sitze gestellt und mindestens eine Person wurde beobachtet, als sie mit einem Filzstift die Sitze und die Scheiben beschmierte.

Der 41-jährige Trambahnfahrer verständigte daraufhin die Leitstelle der MVG und diese wiederum die Polizei.

Am Haltepunkt „Friedensengel“ verließen vier Personen aus der Gruppe die Trambahn. Die restlichen Personen fuhren weiter.

Über die Polizei und die Leitstelle der MVG wurde anschließend mit dem Trambahnfahrer vereinbart, am nächsten Haltepunkt „Max-Weber-Platz“ die Türen versperrt zu lassen, damit die Polizei die Personengruppe kontrollieren kann.

Am Max-Weber-Platz wurden die in der Trambahn verbliebenen Personen einer Kontrolle unterzogen. In dem Abteil wurde eine Vielzahl an Beschmierungen an den Sitzen, den Fensterscheiben, dem Fußboden und dem Entwerter festgestellt.

Ein 16-jähriger Schüler hatte schwarze Farbanhaftungen an den Händen, woraufhin er als Beschuldigter belehrt wurde. Die drei anderen Personen wurden vorerst als Zeugen geführt.

Etwa zur gleichen Zeit konnten durch weitere Polizeibeamte in der Nähe des Friedensengels die vier Personen angetroffen werden, die zuvor aus der Trambahn ausgestiegen waren.

Noch bevor die Gruppe einer Kontrolle unterzogen wurde, ließ ein 17-jähriger Schüler einen schwarzen Filzstift zu Boden fallen. Außerdem hatte der 17-Jährige ebenfalls schwarze Farbanhaftungen an seinen Händen.

Auf Befragung gab er zu, zuvor in der Trambahn einige Beschmierungen verursacht zu haben.

In der Personengruppe befand sich auch noch ein weiterer 17-jähriger Schüler gegen den sich ebenfalls ein Tatverdacht richtete.

Alle drei Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und auf eine Polizeidienststelle verbracht. Die Erziehungsberechtigten wurden über den Vorfall informiert.

Die Straßenbahn ist mit mehreren Videokameras ausgestattet. Eine Sicherung der Videobänder wurde veranlasst. Nach ersten Bewertungen der Beschmierungen wird von Seiten der Stadtwerke München der Schaden auf über 2.000 Euro geschätzt.


1743. Versuchter schwerer Diebstahl aus Wohnung – Fasanerie Am Dienstag, 21.03.2017, in der Zeit von 07.45 Uhr bis 17.30 Uhr, versuchten zunächst unbekannte Täter die Holztür eines Einfamilienhauses in der Fasanerie aufzudrücken. Nachdem dies nicht gelang, wurde mittels eines Holzscheits ein Kellerfenster eingeschlagen. Im Anschluss wurde das Wohnanwesen nach Stehlgut durchsucht.

Die Täter flüchteten ohne Tatbeute.

Aufgrund von am Tatort gesicherten DNA-Spuren ergab sich mit Hilfe des Bayerischen Landeskriminalamtes jetzt ein Tatverdacht gegen zwei rumänische Staatsangehörige im Alter von 31 und 32 Jahren.

Das Ermittlungsergebnis wurde an die Staatsanwaltschaft München I weitergeleitet.

Nachdem der Aufenthalt der beiden Täter derzeit unbekannt ist, wurde ersucht, einen internationalen Haftbefehl zu beantragen.