Bundespolizeidirektion München: Bahnfahrgast zeigt Polizisten „Hitlergruß“ / Bundespolizei nimmt Volltrunkenen in Gewahrsam

Wohnsitzloser mit 3,58 Promille wird in Gewahrsam genommen

Weilheim (ots) - Bundespolizisten haben am Mittwochnachmittag (14. März) einen volltrunkenen Bahnreisenden vorläufig festgenommen. Der aggressive Mann war ohne Fahrschein unterwegs und beleidigte den Zugbegleiter. Die hinzugerufenen Bundespolizisten hieß der Deutsche mit dem "Hitlergruß" willkommen.

Ein Zugbegleiter meldete der Weilheimer Bundespolizei einen aggressiven Fahrgast ohne Fahrausweis in seiner Regionalbahn. Der mutmaßliche Schwarzfahrer habe den Bahnbediensteten außerdem während der Fahrscheinkontrolle mehrfach beleidigt und gestoßen.

Als die Bundespolizisten am Bahnhof Weilheim am Zug eintrafen, bedachte der blinde Passagier die Beamten sogleich im Beisein vieler Reisender und des Zugbegleiters mit dem "Hitlergruß".

Da der Deutsche keinen Ausweis mit sich führte und jegliche Angaben zu seiner Person verweigerte, nahmen ihn die Bundespolizisten mit zur Dienststelle. Wie es sich dort herausstellte, war der 41-Jährige schon polizeibekannt. Die Staatsanwaltschaft Gera suchte den Mann bereits wegen Erschleichens von Leistungen.

Die Bundespolizisten führten bei dem Wohnsitzlosen zudem einen Atemalkoholtest durch. Der ungewöhnlich hohe Wert von 3,58 Promille ließ selbst die gestandenen Beamten staunen. Aufgrund dieser starken Alkoholisierung und des erheblichen Aggressionspotenzials des Deutschen verblieb er bis zum nächsten Morgen zur Ausnüchterung in Gewahrsam.

Den Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Erschleichens von Leistungen, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzung und Beleidigung.

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