Pressebericht vom 31.03.2020


31.03.2020, PP München
Pressebericht vom 31.03.2020
Inhalt:427. Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie428. Festnahme von drei Tatverdächtigen nach mehreren Einbrüchen aus Büroräumen – Stadtgebiet -siehe Pressebericht vom 24.02.2020, Ziffer 250429. Versuchter Handtaschenraub – Neuhausen 430. Diebstahl einer Geldbörse aus einem Paketlieferfahrzeug; Täter ermittelt – Neuperlach 431. Kleintransporter überschlägt sich bei Verkehrsunfall, zwei Personen leicht verletzt – Garching 432. Brand in einer Gewerbeimmobilie – Baierbrunn 433. Betrug durch „Falsche Polizeibeamte“ mit hoher Schadenssumme – Sendling434. Raub von Bargeld mittels Waffe – Oberföhring
427. Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie Im Zeitraum von Montag, 30.03.2020, 06:00 Uhr, bis Dienstag, 31.03.2020, 06:00 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt München und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügungen bzw. Verordnung zu überprüfen. Über 4.500 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 140 Verstöße angezeigt, von denen 133 die Ausgangsbeschränkung betrafen.Am Montag, 30.03.2020, gegen 22:25 Uhr, rief ein Zeuge beim Polizeinotruf 110 an und teilte mit, dass in der Truderinger Straße in Berg am Laim in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses eine lautstarke Party standfinden würde. Mehrere Streifen fuhren zu der Einsatzörtlichkeit und vor Ort trafen sie auf eine 54-Jährige und einen 52-Jährigen, die sich in ihrer Wohnung mit weiteren Personen aufhielten (eine 62-Jährige und ein 66-Jähriger – beide mit Wohnsitz in München). Alle Anwesenden hatten alkoholische Getränke konsumiert und wirkten auf die Einsatzkräfte deutlich alkoholisiert. Die Besucher erhielten einen Platzverweis. Alle wurden wegen eines Verstoßes gegen des Infektionsschutzgesetz angezeigt und eindringlich belehrt bezüglich der Bestimmungen der Allgemeinverfügung.
428. Festnahme von drei Tatverdächtigen nach mehreren Einbrüchen aus Büroräumen – Stadtgebiet Wie bereits berichtet, verschafften sich am Samstag, 22.02.2020 mehrere unbekannte Täter gewaltsam Zutritt in ein Bürogebäude in Neuhausen. Hierfür öffneten sie eine Tür zu den Großraumbüros gewaltsam. Bei ihrer Tat erlangten die Täter mehrere elektronische Gegenstände sowie eine Geldkassette im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro.Zwischen Donnerstag, 12.03.2020, 16:40 Uhr, und Montag, 16.03.2020, 10:30 Uhr sowie Dienstag, 24.03.2020, 01:15 Uhr und 05:10 Uhr, kam es zu zwei weiteren Fällen in einem Bürogebäude in der Nymphenburger Straße. Bei beiden Fällen gelangten mehrere Täter ins Gebäude und entwendeten diverse elektronische Geräte, Geld und einen Skoda Pkw. Der Gesamtbeuteschaden aus allen drei Fällen betrug einen mittleren fünfstelligen Betrag.Umfangreiche und aufwendige Ermittlungen durch das Kommissariat 52 (Einbrüche in gewerbliche Objekte) führten zu einem 28-jährigen Münchner als Tatverdächtigen. Im Rahmen einer Durchsuchungsaktion an mehreren Objekten im Münchner Stadtgebiet wurde dieser festgenommen. Zudem fanden die eingesetzten Beamten mehrere hochwertige Elektronikgeräte, z.B. Notebooks, Tablets und Mobiltelefone, und das als gestohlen gemeldete Kraftfahrzeug. Insgesamt konnte Tatbeute in einem mittleren fünfstelligen Wert beschlagnahmt werden.Zwei weitere Mittäter aus den genannten Einbrüchen konnten in der Folge polizeilich identifiziert werden. Es handelt sich um einen 26-jährigen Deutschen und um einen 24-jährigen Slowaken (beide ohne festen Wohnsitz). Beide wurden nach einem erneuten Einbruch in eine Münchner Gaststätte und in eine Wohnung in der Neuhauser Straße am Morgen des Samstag, 28.03.2020 festgenommen.Bei allen drei Verdächtigen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch das Gericht ein Untersuchungshaftbefehl erlassen.
429. Versuchter Handtaschenraub – Neuhausen Am Sonntag, 29.03.2020, gegen 22:40 Uhr, wartete eine 28-jährige Münchnerin auf der Donnersbergerbrücke auf einen einfahrenden Bus. Als dieser ankam und die 28-Jährige einsteigen wollte, riss nach derzeitigem Ermittlungsstand ein ihr unbekannter Mann von hinten an den Tragriemen ihrer Handtasche. Durch die Stärke des Ziehens stürzte sie zu Boden und die Riemen rissen ab. Der 28-Jährigen gelang es jedoch, die Handtasche festzuhalten, sodass der Täter ohne Beute in eine unbekannte Richtung floh.Die Münchnerin blieb beim Sturz unverletzt und erstattete erst am Folgetag Anzeige auf einer Polizeiinspektion.Der Täter wird wie folgt beschrieben:Männlich, ca. 25 Jahre alt, ca. 172 cm groß, sportlich schlanke Figur, helle Haut, braune kurz geschorene Haare, blaue Augen, ein rundes Gesicht, trug eine schwarze Jacke mit Kapuze.Zeugenaufruf:Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
430. Diebstahl einer Geldbörse aus einem Paketlieferfahrzeug; Täter ermittelt – Neuperlach Bereits am Dienstag, 10.09.2019, gegen 12:30 Uhr, parkte ein 26-jähriger Paketfahrer seinen Lieferfahrzeug im Gustav-Heinemann-Ring. Anschließend lieferte er einige Pakete in der Umgebung aus und ließ sein Fahrzeug dabei unversperrt Als der Lieferant zu seinem Fahrzeug zurückkam, stellte er fest, dass ein Unberechtigter in der Fahrerkabine saß und ein Paket in den Händen hielt. Der Unbekannte stieg hastig aus dem Lieferwagen aus und flüchtete. Der Paketfahrer konnte den Verdächtigen nach kurzer Verfolgung einholen und festhalten. Der 30-jährige Mann konnte sich jedoch losreißen und flüchtete weiter in Richtung Therese-Giehse-Allee. Als der Paketfahrer zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, stellte er fest, dass seine auf der Mittelkonsole abgelegte Geldbörse entwendet wurde. Er verständigte sofort den Notruf der Polizei. In der Geldbörse befanden sich neben Ausweisen und verschiedenen Geldkarten auch Bargeld in Höhe von mehreren Hundert Euro. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ohne Ergebnis. Jedoch konnte an dem Lieferfahrzeug eine humanbiologische Spur sichergestellt werden. Ein durchgeführter Abgleich mit Hilfe des Bayerischen Landeskriminalamtes in der DNA-Analysedatei führte zu einem Ergebnis. Die gesicherte Spur konnte zweifelsfrei einem 30-jährigen Polen zugeordnet werden. Im Laufe der kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben sich derzeit keine Hinweise auf den aktuellen Aufenthaltsort des Verdächtigen. Die Fahndungsmaßnahmen dauern noch an.
431. Kleintransporter überschlägt sich bei Verkehrsunfall, zwei Personen leicht verletzt – Garching Am Montag, 30.03.2020, gegen 18:00 Uhr, fuhr ein 61-Jähriger aus dem Landkreis Landshut mit seinem Toyota Kleintransporter die Schleißheimer Straße in Garching in östlicher Richtung stadtauswärts. An der Kreuzung zur Daimlerstraße wollte er geradeaus fahren. Nach dem jetzigen Ermittlungsstand zeigte die dortige Ampel für ihn rotes Licht. Zum gleichen Zeitpunkt näherte sich ein 28-Jähriger mit seinem Mercedes Pkw, der die Daimlerstraße in nördliche Richtung stadtauswärts fuhr. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Die Wucht des Zusammenpralls war so hoch, dass der Toyota Transporter auf die linke Seite kippte und mehrere Meter weiter schlitterte. Noch vor Eintreffen der Rettungskräfte konnte sich der 61-jährige Fahrer aus dem umgestürzten Kleintransporter selbst befreien. Durch den Unfall wurde er leicht verletzt und von der Besatzung eines Rettungswagens vor Ort behandelt. Am Toyota entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der Mercedes des 28-jährigen Unfallgegners wurde schwer beschädigt. Der im Landkreis Freising lebende Mann wurde aufgrund seiner leichten Verletzungen vor Ort medizinisch versorgt und musste nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme und zur Bergung der beschädigten Fahrzeuge musste die Schleißheimer Straße in östlicher Richtung für die Dauer von etwa zwei Stunden vollständig gesperrt werden. Da es sich um die Zufahrt zur BAB 9 München-Nürnberg handelt, kam es zu mäßigen Verkehrsbehinderungen.
432. Brand in einer Gewerbeimmobilie – Baierbrunn Am Montag, 30.03.2020, bemerkte eine Anwohnerin gegen 14:25 Uhr eine Rauchentwicklung auf dem Dach eines Gebäudes in der Wolfratshauser Straße in Baierbrunn. Die verständigte Freiwillige Feuerwehr Baierbrunn mit Unterstützung der benachbarten Wehren aus Pullach und Schäftlarn stellten einen Brand im Kaminbereich des Daches fest. Es brannte Isoliermaterial und die Kaminverkleidung. Die Flammen hatten bereits den Dachaufbau erfasst, welcher zum Löschen teilweise geöffnet werden musste. Der entstandene Schaden wird derzeit auf 50.000 Euro geschätzt. Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Das Kommissariat 13 (Brandermittlung) übernahm noch vor Ort die kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Brand in Zusammenhang mit dem mehrstündigen Betrieb einer Notstromanlage in einem Technikraum zu sehen sein dürfte. Die Ermittlungen dauern noch an.
433. Betrug durch „Falsche Polizeibeamte“ mit hoher Schadenssumme – Sendling Eine 22-jährige chinesische Staatsbürgerin mit Wohnsitz in München erhielt zwischen November 2019 und Januar 2020 mehrere Anrufe auf ihrem Mobiltelefon von unbekannten Verdächtigen. Die Telefongespräche mit mindestens drei verschiedenen Tatbeteiligten wurden in der Landessprache der jungen Frau geführt. In einem ausgeklügelten Sachverhalt forderten Anrufer, die sich als chinesische Polizeibeamte ausgaben, wiederholt die Zahlung eines hohen Geldbetrages. Sie gaben auch an, dass der 22-Jährigen der Entzug ihres Visums drohte. Aus großer Angst ihr Visum zu verlieren, überwies die Frau zweimal eine fünfstellige Eurosumme auf ein ausländisches Konto. Erst auf Empfehlung einer Bekannten erstattete die 22-Jährige im März 2020 Anzeige bei der Polizeiinspektion 15 (Sendling). Die Ermittlungen zu diesem Vorfall hat das Kriminalfachdezernat 3 AG Phänomene übernommen.
434. Raub von Bargeld mittels Waffe – Oberföhring Am Montag, 30.03.2020, gegen 22:10 Uhr, befand sich ein 24-jähriger Münchner beim Ausliefern von Waren eines Supermarktes in der Wesendonkstraße. Als der Münchner von seiner letzten Auslieferung zum parkenden Fahrzeug zurückkam, trat nach derzeitigem Ermittlungsstand eine maskierte Person von hinten an ihn heran und forderte unter Vorhalten einer Pistole Bargeld von dem 24-Jährigen. Nachdem dieser dem unbekannten Täter einen geringen zweistelligen Betrag aushändigte, entfernte sich der Maskierte in unbekannte Richtung. Daraufhin verständigte der 24-Jährige die Polizei. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen jedoch ergebnislos. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Männlich, ca. 22 Jahre alt, ca. 170 cm groß, hellblonde Haare, grüne Augen; maskiert mit einer schwarzen Unterziehmaske; er war mit einer schwarzen Pistole bewaffnet Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.