Pressebericht vom 05.05.2020
05.05.2020, PP München
Pressebericht vom 05.05.2020
Inhalt:644. Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie645. Diebe geben sich als Polizisten aus und werden kurz darauf festgenommen – Altstadt646. Tatverdächtiger eines Diebstahls nachträglich ermittelt – Isarvorstadt647. Deutliche Überladung eines Lkws – Oberschleißheim -Lichtbilder-648. Vollendeter Enkeltrickbetrug – Milbertshofen -Zeugenaufruf-649. Vollendeter Enkeltrickbetrug – Ludwigvorstadt -Zeugenaufruf-650. Kontrolle führt zur Aufdeckung eines Drogendelikts – Neuhausen651. Verkehrskontrolle führt zu Drogenstraftat – Berg am Laim 652. Einbrecher festgenommen - Neuhausen
644. Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie Im Zeitraum von Montag, 04.05.2020, 06:00 Uhr, bis Dienstag, 05.05.2020, 06:00 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Über 7.900 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 71 Verstöße angezeigt, von denen 62 die Ausgangsbeschränkung und neun die Maskentragepflicht betrafen.Am Montag, 04.05.2020 fanden im Tagesverlauf zwei angemeldete Versammlungen in der Münchner Innenstadt statt. Am Marienplatz waren hier in der Zeit von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr zunächst etwa 80 Teilnehmer. Hier wurde aus diesem Grund von polizeilicher Seite her mit der Versammlungsleiterin Kontakt aufgenommen. Die vorgeschriebene Teilnehmerbegrenzung von bis zu 50 Personen und die Abstandswahrung wurden dabei explizit angesprochen. Die Versammlungsleiterin schickte dann ca. 30 Teilnehmer aus der Versammlung weg, so dass der „Stille Protest“ schließlich ordnungsgemäß weitergeführt werden konnte. Am Stachus fand von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr die zweite Versammlung statt. Hier waren 50 direkte Teilnehmer dabei. Ca. 30 weitere Personen befanden sich außerhalb der Versammlungsfläche und nahmen hier durch Singen, Tanzen und Klatschen ebenfalls an der Versammlung teil. Auch hier wurde bei einer sofortigen Kontaktaufnahme mit der Versammlungsleiterin die zu große Anzahl und der teilweise nicht eingehaltene Abstand angesprochen. Die Versammlungsleiterin reagierte auch hier sofort und konnte in der Folge einen ordnungsgemäßen Verlauf der Versammlung herstellen. In diesem Zusammenhang darf darauf hingewiesen werden, dass nach dem aktuellen Regelungsstand grundsätzlich Versammlungen verboten bleiben. Allerdings gibt es hier seit dem 04.05.2020 eine abweichende Regelung für zulässige Versammlungen:Unter folgenden Voraussetzungen ist eine Versammlung zulässig:- Beschränkung der Teilnehmer auf bis zu 50 Personen- die Wahrung des Mindestabstandes unter den Teilnehmern von mindestens 1,5 Meter- die Versammlung findet ausschließlich stationär und unter freiem Himmel statt- die Dauer von 60 Minuten wird nicht überschritten- ein Versammlungsteilnehmer kann höchstens an einer Versammlung je Kalendertag teilnehmenAusnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.
645. Diebe geben sich als Polizisten aus und werden kurz darauf festgenommen – Altstadt Am Montag, 27.04.2020, gegen 22:30 Uhr, gaben sich ein 26-jähriger Münchener und ein 19-jähriger Münchener gegenüber einem 46-jährigen Münchener als Polizeibeamte aus. Die Tat fand im Bereich des Herzog-Wilhelm-Parks in der Münchner Altstadt statt. Die Beiden gaben an, eine Personenkontrolle bei dem 46 Jährigen durchzuführen. Es gelang den Tatverdächtigen, den 46 Jährigen davon zu überzeugen, dass es sich um eine echte Polizeikontrolle handelte. Sie forderten im Verlauf der Tat die EC-Karte und die PIN des 46-Jährigen. Dieser gab beides bereitwillig heraus. Im weiteren Verlauf gelang es den Tatverdächtigen, sich im Beisein des Geschädigten Zutritt zu dessen Wohnung zu verschaffen. Dort entwendeten die Verdächtigen eine Armbanduhr, Bluetooth-Kopfhörer, eine Kreditkarte und die genannte EC-Karte. Der Wert der Tatbeute betrug mehrere hundert Euro. Im Anschluss verließen sie die Wohnung. Der 46-Jährige erkannte erst später, dass er Opfer einer Straftat geworden ist. Er erstattete nach der Tat Anzeige.Kurz darauf, im Laufe des Donnerstages, 30.04.2020 kamen beide Tatverdächtige erneut vor seine Wohnung. Sie gaben sich abermals als Polizeibeamte aus und wollten in die Wohnung gelassen werden. Dies verweigerte der 46-Jährige jedoch. Vielmehr fertigte er von den Tatverdächtigen Fotos und ein Video an. Die Tatverdächtigen verließen nun die Örtlichkeit. Die Bilder und das Video wurden der Polizei übergeben. Eine zivile Streife der Altstadtwache (PI 11) konnte anhand dieser Bilder den 19-jährigen Tatverdächtigen, am 30.04.2020, gegen 23:30 Uhr, noch in Tatortnähe vorläufig festnehmen. Bei ihm fanden sich Hinweise auf seinen mutmaßlichen Mittäter. Dieser konnte ebenfalls festgenommen werden. Beide Tatverdächtige gestanden die Taten und händigten die zuvor genannte Tatbeute aus. Bei dem 19-jährigen Tatverdächtigen wurde zudem eine geringe Menge Cannabis aufgefunden. Nach Beendigung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden beide Tatverdächtige wieder entlassen. Die Ermittlungen wurden durch die Münchner Kriminalpolizei übernommen. Ein Zusammenhang mit dem Callcenter-Phänomen der „Falschen Polizeibeamten“ ist nicht gegeben.
646. Tatverdächtiger eines Diebstahls nachträglich ermittelt – Isarvorstadt Bereits am Donnerstag, 11.10.2018, im Zeitraum von 22:30 Uhr bis 23:00 Uhr, lud ein 49-jähriger Münchner zwei ihm flüchtig bekannte Männer in seine Wohnung in der Hans-Sachs-Straße ein. Während eines Toilettengangs des Münchners entwendeten die beiden Gäste eine hochwertige Armbanduhr und einen geringen Bargeldbetrag aus dem Schlafzimmer und verließen die Wohnung. Der 49 Jährige erstattete Strafanzeige und übergab hierbei der Polizei ein Foto, das einen der Tatverdächtigen zeigte.Die Ermittlungen wurden daraufhin von der Münchner Kriminalpolizei übernommen. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landeskriminalamt konnte nun ein 28-jähriger Münchner als Tatverdächtiger ermittelt werden.
Ladung Lkw 647. Deutliche Überladung eines Lkws – Oberschleißheim Am Montag, 04.05.2020, gegen 12.30 Uhr, unterzogen Beamte der Verkehrspolizei München auf der B13, auf Höhe der Olympiaschießanlage, einen 39-jährigen Fahrer eines Klein-Lkw, Mercedes, einer allgemeinen Verkehrskotrolle. Die Beamten konnten vor Ort Anzeichen für eine Überladung des Fahrzeuges feststellen. Deshalb wurde der Lkw, der mit Bauschutt beladen war, einer Gewichtskontrolle unterzogen. Dies wurde mit einer mobilen Radlastwaage durchgeführt.Die zulässige Gesamtmasse des Lkws betrug laut Fahrzeugschein 3190 kg. Die Gewichtskontrolle ergab jedoch für den Lkw ein tatsächliches Gewicht von 5280 kg und somit annähernd das Doppelte des zulässigen Gewichtes. Die zulässige Gesamtmasse wurde folglich um 2090 kg überschritten, was eine Überladung des Fahrzeuges um 65,51% ergibt.Eine noch massivere Überladung war jedoch auf der Hinterachse des Lkw festzustellen. Statt einer zugelassenen Achslast von 1800 kg, brachte der Lkw 3820 kg auf die Waage, was eine Überladung um 2020 kg und 112,22% bedeutet. Die Tragfähigkeit der Reifen war ebenfalls um mehr als das Doppelte überschritten.Aufgrund dieser massiven Überladung wurde dem 39-jährigen Fahrer die Weiterfahrt untersagt. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 750 Euro, Auslagen und Gebühren sowie 1 Punkt im Fahreignungsregister.Präventionshinweis:Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die Überschreitung der zulässigen Gesamtmasse negativ auf das Fahrverhalten des Fahrzeuges auswirkt und dadurch erhebliche Gefahren für den Fahrer selbst und andere Verkehrsteilnehmer entstehen können. Das zusätzliche Gewicht verlängert nicht nur deutlich den Bremsweg, sondern verändert auch nachteilig das Kurvenverhalten des Fahrzeuges.
Überladung Hinterachse
648. Vollendeter Enkeltrickbetrug – Milbertshofen Am Montag, 27.04.2020, gegen 10.00 Uhr, erhielt eine betagte alleinstehende Dame aus Milbertshofen einen Anruf von einem vermeintlichen männlichen Bekannten. Dieser gab gegenüber der Münchnerin glaubhaft an, dass er aufgrund eines Wohnungskaufs in finanziellen Nöten stecke und nun 20.000 Euro benötige. Die Dame glaubte dem Anrufer und begab sich zu ihrer Bank. Sie ließ sich dort einen Betrag von mehreren tausend Euro auszahlen.Nachdem die Münchnerin wieder nach Hause zurückgekehrt war, übergab sie das Geld zusammen mit einer Barschaft von weiteren einigen tausend Euro, welche sie zu Hause aufbewahrt hatte, gegen 13.35 Uhr vor ihrem Haus einer ihr unbekannten Frau. Die Frau war zuvor von dem Anrufer als seine Angestellte angekündigt worden. Im Anschluss bedankte sich der vermeintliche Bekannte und stellte in der Folge die Rückzahlung des geforderten Betrags in Aussicht. Die Münchnerin meldete den Vorfall einige Tage später bei der Polizei. Es entstand ein Vermögensschaden von über zehntausend Euro. Die Kriminalpolizei hat die Sachbearbeitung übernommen. Beschreibung der Abholerin: ca. 20 bis 25 Jahre alt, ca. 1,65 m groß, blonde Haare, ungeschminkt, "natürliches Erscheinungsbild", zur Kleidung nichts bekanntZeugenaufruf:Wer hat am Montag, 27.04.2020, gegen 13.35 Uhr im Bereich der Keferloherstraße/Griegstraße/Abtstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 – AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
649. Vollendeter Enkeltrickbetrug – Ludwigvorstadt Am Montag, 27.04.2020, gegen 10.30 Uhr, erhielt ein Münchner Ehepaar (68 und 70 Jahre) aus der Ludwigvorstadt einen Anruf von einem vermeintlichen befreundeten Nachbarn. Der Anrufer erklärte, dass er sich gegenwärtig bei einem Notar befände und für ein abzuwickelndes Immobiliengeschäft dringende finanzielle Hilfe benötige. Der 68-jährige Münchner glaubte dem Anrufer, zeigte sich hilfsbereit und begab sich daraufhin zur Bank, wo er über zehntausend Euro abhob. Der Geldbetrag wurde gegen 12.45 Uhr durch eine Frau abgeholt, die der Anrufer vorher angekündigt hatte. Bei der Frau sollte es sich dem Anrufer zufolge um die Praktikantin des Notars handeln, bei dem er sich gerade aufhielt. Im Nahbereich der Wohnung kam es schließlich zur Übergabe von über zehntausend Euro an die vermeintliche Praktikantin. Auffällig war in diesem Zusammenhang, dass die Frau einen Mundschutz trug. Nachdem das Ehepaar am Abend mit ihrem tatsächlichen Nachbarn Kontakt aufnahm, wurde klar, dass es sich um einen Betrug handelte. Das Ehepaar erstattete Anzeige. Beschreibung der Abholerin: weiblich, ca. 1,65m groß, leicht gewellte dunkle Haare, offen getragen, ovales Gesicht, dunkle Augen, schmale Lippen, stämmige Figur, vermutlich südosteuropäischer Phänotyp, keine Brille, keine Tasche oder Rucksack, dunkle Jacke, Rundhals-Pullover, trug zeitweise MundschutzZeugenaufruf:Wer hat am Montag, 27.04.2020, gegen 12.45 Uhr im Bereich der Bayerstraße/Zollstraße in der Ludwigvorstadt Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 – AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
650. Kontrolle führt zur Aufdeckung eines Drogendelikts – Neuhausen Am Freitag, 01.05.2020, gegen 19.15 Uhr wollten Beamte der Polizeiinspektion 42 im Bereich der Donnersbergerbrücke eine Kontrolle bei einer vierköpfigen Personengruppe durchführen. Als die Polizisten sich ihnen näherten, flüchteten die Personen in verschiedene Richtungen. Hierbei konnten die Beamten beobachten, wie einer der Männer zwei Tütchen wegwarf. Der Mann, ein 31-jähriger Pole konnte von den Beamten gestellt und schließlich vorläufig festgenommen werden. In den von ihm weggeworfenen Tütchen konnte eine nicht geringe Menge verschiedener Betäubungsmittel aufgefunden werden. Der 31-Jährige wurde festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
651. Verkehrskontrolle führt zu Drogenstraftat – Berg am Laim Am Freitag, 01.05.2020, gegen 10.50 Uhr wurden eine 42-Jährige und ein 30-Jähriger, beide in München wohnhaft, durch Beamte der Polizeiinspektion 24 (Perlach) einer Verkehrskontrolle unterzogen. Hierbei ergab sich der Verdacht von möglichen Straftaten nach dem Betäubungsmittelrecht. Im Fahrzeug konnten schließlich durch die Beamten Betäubungsmittel in nicht geringer Menge sowie Bargeld und diverse Messer aufgefunden werden. Weiterhin stellte sich heraus, dass die 42-Jährige über keine gültige Fahrerlaubnis verfügt und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren war. Beide Personen wurden festgenommen und befinden sich jetzt in Untersuchungshaft. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt.
652. Einbrecher festgenommen - Neuhausen Ein Zeuge meldete der Polizei am Samstag, 02.05.2020, gegen 01:00 Uhr, dass er eine Person dabei beobachtet hatte, wie diese über ein Kellerfenster in ein Gebäude in der Nymphenburger Straße in München eindrang. Die verständigte Polizei durchsuchte vor Ort im Anschluss umgehend den Büro-Gebäudekomplex und konnte wenig später im Inneren einen 34-Jährigen mit Wohnsitz in München antreffen. Bei der Durchsuchung des 34-Jährigen konnten Diebesgut, Betäubungsmittel sowie ein Messer sichergestellt werden. Der 34-Jährige wurde vor Ort festgenommen.Die weitere Sachbearbeitung erfolgt durch das Kommissariat 52 des Polizeipräsidiums München.