Am Freitagabend (01.01.2020) kam es in einer Wohnung im Nürnberger Westen zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen. Ein 32-jähriger Mann wurde daraufhin in Gewahrsam genommen.
Gegen 18:00 Uhr wurde der Polizei eine Streitigkeit in der Fürther Straße mitgeteilt. Die Mitteilerin gab an, dass es in deren Wohnung zu einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Bekannten gekommen war. Dieser wäre nun sehr aggressiv, alkoholisiert und wolle ihre Wohnung nicht verlassen.
Bei Eintreffen einer Streife der PI Nürnberg-West stand der 32-Jährige auf dem Gehweg vor dem Wohnanwesen. Auf Ansprache reagierte er sofort sehr aufgebracht und schrie die Beamten an. Eine Kommunikation war auf Grund dessen nur sehr schwer bis gar nicht möglich. Nachdem er der Aufforderung, die Örtlichkeit zu verlassen nicht nachkam und sich weiterhin verbal aggressiv zeigte, wurde ihm die Gewahrsamnahme erklärt. Nachdem ihm angekündigt worden war, dass er zu Eigensicherungsgründen durchsucht werden soll, fing er an, sich auszuziehen. Dies konnte durch die Beamten teilweise unterbunden werden.
Auf Grund seines weiterhin aggressiven Verhaltens wurde er zur Durchsetzung des Gewahrsams unter Anwendung unmittelbaren Zwangs, in Form einfacher körperlicher Gewalt, zu Boden gebracht, gefesselt und zur Dienststelle verbracht.
In der Haftzelle setzte er sein gezeigtes Verhalten fort. Er war nicht zu beruhigen und fing an, mit seinem Kopf gegen die Wand zu schlagen. Durch das Anlegen von Handfesseln wurde die Fortsetzung der Selbstverletzungsversuche unterbunden, zudem wurde ein Arzt hinzugezogen.
Auf Grund seines psychisch sehr auffälligen Verhaltens, wurde er im Anschluss in einer Fachklinik untergebracht.
Ein durchgeführter Alkoholtest ergab einen Atemalkoholwert von knapp über einem Promille.
Im Nachgang an den Polizeieinsatz wurde in verschiedenen sozialen Medien ein Video hochgeladen, welches die Anwendung des unmittelbaren Zwangs der Polizeibeamten gegenüber dem 32-Jährigen zeigt. Der Ausschnitt zeigt lediglich einen Teil des gesamten polizeilichen Einschreitens. Die Videosequenz wurde seitens der Polizei gesichert und wird derzeit geprüft.
Janine Mendel
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