Durchzug einer Unwetterfront am Samstagabend – vorläufige Bilanz

07.08.2021, PP Niederbayern Durchzug einer Unwetterfront am Samstagabend – vorläufige Bilanz STRAUBING, 07.08.2021: Am Samstagabend zog von 19.00 Uhr bis gegen 20.00 Uhr eine Unwetterfront mit zahlreichen umgestürzten Bäumen quer durch Niederbayern. Die Wetterfront begann im Rottal, durchquerte dann die Landkreise Landshut, Straubing-Bogen, Dingolfing-Landau, Deggendorf, Regen, Freyung-Grafenau und Passau und verließ Niederbayern schließlich in Richtung Oberösterreich. In diesem Zeitraum gingen weit über 100 Notrufe im Zusammenhang mit dieser Gewitterfront bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidium Niederbayern ein. Etwa 31 mal wurden Bäume über Fahrbahn gemeldet, vereinzelt B 12 und B 8, sonst in der Mehrzahl über untergeordnete bzw. Nebenstraßen und einmal über die Bahnstrecke München – Simbach, Nähe Simbach/Inn. Hier kam es zu einer kurzfristigen Gleissperrung. In etwa dreizehn Fällen stürzten Bäume auf geparkte Pkw insbesondere im Raum Passau und Simbach am Inn, wo auch deutlich der Unwetterschwerpunkt lag. In Winzer, Lkr. Deggendorf, beschädigte ein umgefallener Baum gleich drei geparkte Fahrzeuge. Des Weiteren wurden zwei Verkehrsunfälle mit insgesamt je einem Leichtverletzten aufgenommen. In einem Fall war Aquaplaning die Ursache. In Passau fuhr in der Hauzenberger Straße/Sulzsteg ein Mann mit seinem Pkw in einen auf der Straße liegenden Baum und brach sich dabei das linke Handgelenk. Auf der Kreisstr. PAN 23 bei Kirchdorf am Inn vielen mehrere Bäume über die Fahrbahn, einer davon auf einen fahrenden Pkw, dessen Fahrerin noch rechtzeitig aus dem Pkw sprang und somit unverletzt blieb. In Simbach am Inn stürzten in der Moosecker Straße gleich zehn Bäume über die Fahrbahn ohne größeren Schaden. Die Anwohnerstraße bleibt bis auf Weiteres gesperrt. In Eggenfelden, im Stadtteil Zellhub, wehte der Sturm das Dixi-Klo einer Baustelle auf die Straße. Ein Blitz schlug in einen Baum in Obertürken bei Zeilarn, Lkr. Rottal-Inn, ein. In unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung kam es zu einer starken Rauchentwicklung als der Baum vollständig abbrannte. Die Polizeidienststellen in den stark betroffenen Bereichen Passau und östliches Rottal wurden von einer Einheit der Bereitschaftspolizei aus München, die ursprünglich zur Verstärkung der Grenzpolizei vor Ort war, mit großem Engagement unterstützt. Eine Schätzung der Höhe des entstandenen Unwetterschadens in Niederbayern kann bislang noch nicht vorgenommen werden. Medien-Kontakt: Pol.-Präs. Ndby., Einsatzzentrale, Anton Pritscher, EPHK, 09421-868-1410 Veröffentlicht am 07.08.2021 um 22.50 Uhr