Neuorganisation im Polizeipräsidium Dortmund – Polizeipräsident Gregor Lange richtet ein Kompetenzzentrum „Dialog und Vertrauensförderung mit einer diversen Gesellschaft“ ein

Ein Dokument ÜbersichtKompetenzzentrum.pdfPDF - 51 kB "Die Achtung der Menschenwürde, die Wertschätzung für Vielfalt und der Respekt gegenüber allen Menschen sind die Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie und deshalb sind sie die tragenden Eckpunkte des Grundgesetzes. Jede Einzelne bzw. jeder Einzelne muss in dieser demokratischen Grundordnung uneingeschränktes Vertrauen in die staatlichen Institutionen haben können. Gerade die Polizei nimmt hier eine besondere Rolle ein. Es muss gesichert sein, dass sich die Bürgerinnen und Bürger jederzeit und ohne Einschränkungen mit ihren Anliegen direkt und vertrauensvoll an die Polizei wenden können. Dieses Vertrauen über den Dialog mit den zivilgesellschaftlichen Institutionen, Organisationen, Vereinen und Verbänden in Dortmund zu fördern und zu stärken ist, neben den gesetzlich fixierten Aufträgen, eine der Grundaufgaben der Polizei", heißt es in der Präambel der Kooperationsvereinbarung, die die Polizei Dortmund mit einer Vielzahl der zivilgesellschaftlichen Organisationen am 04. Juni 2024 im Keuninghaus in der Dortmunder Nordstadt geschlossen hat. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://dortmund.polizei.nrw/presse/polizei-dortmund-und-akteure-der-zivilgesellschaft-unterzeichnen-eine-kooperationsvereinbarung Und nun geht die Dortmunder Polizei noch einen Schritt weiter: "Als erste Polizeibehörde habe ich in meinem Leitungsstab ein Kompetenzzentrum mit dem Thema "Dialog und Vertrauensförderung mit einer diversen Gesellschaft eingerichtet", erklärte Polizeipräsident Gregor Lange heute in Dortmund. "Wir wissen aus vielen wissenschaftlichen Umfragen, dass die Polizei immer wieder zu den Berufsgruppen zählt, die neben der Feuerwehr und den Ärzten das höchste Vertrauen der Menschen genießt. Dieses Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Polizei ist in der Demokratie die wichtigste Ressource, die wir haben. Und dieses Vertrauen ist in der Gesellschaft je nach Lebenssituation der Menschen unterschiedlich verteilt. Unser Anspruch ist, dass weder Herkunft, noch Hautfarbe, Religion, sexuelle Orientierung, Behinderungen oder die soziale Stellung eine Vertrauensbarriere gegenüber der Polizei sein darf." Polizeipräsident Gregor Lange beantragte deshalb beim Ministerium des Inneren eine Organisationsänderung und richtete nach Genehmigung im Leitungsstab seines Präsidiums das Kompetenzzentrum ein. Darüber hinaus hat sich die Polizei Dortmund im Sicherheitsprogramm für das Jahr 2025 als weiteres behördenstrategisches Ziel "den Dialog und die Vertrauensförderung mit einer diversen Gesellschaft" als Aufgabenschwerpunkt festgeschrieben. (s. hierzu: https://dortmund.polizei.nrw/artikel/sicherheitsprogramm-des-polizeipraesidiums-dortmund) Seit 2006 erstellen alle 47 Kreispolizeibehörden des Landes NRW jährlich ihre Sicherheitsprogramme, in denen behördenspezifisch die strategische Ausrichtung und damit auch die individuellen Aufgaben-schwerpunkte für das jeweilige Kalenderjahr identifiziert und fest-geschrieben werden. Verantwortlich für das neue behördenstrategische Ziel "Dialog und Vertrauensförderung mit einer diversen Gesellschaft" wird das neue Kompetenzzentrum im Leitungsstab sein, das dabei von allen vier Direktionen des Polizeipräsidiums tagtäglich unterstützt wird. "Als erste Polizeibehörde des Landes haben wir damit einen innovativen Weg beschritten, um als moderne und offene Polizei den besonderen Herausforderungen und Entwicklungen unserer Gesellschaft Rechnung zu tragen. Für einen echten Dialog und die Vertrauens- förderung mit einer vielfältigen Gesellschaft sind der Kontakt und die Beziehungspflege der Polizei zur Bevölkerung auf ihren verschiedenen Ebenen entscheidend. Viele wissen viel zu wenig über die Aufgabenstellung, die Grundlagen und den gesetzlichen Auftrag der Polizei in einem demokratischen Rechtsstaat. Aber: Wissen wir als Polizei auch genug von den Sorgen und Nöten der Menschen in unserer vielfältigen Gesellschaft? Das ist keine vorübergehende, sondern eine dauerhafte Aufgabe, der wir den richtigen Rahmen geben mussten. Das haben wir jetzt getan!", so Polizeipräsident Gregor Lange. Die Polizei Dortmund legt dabei großen Wert auf den Dialog mit den verschiedenen kulturellen und religiösen Gemeinschaften in der Stadtgesellschaft, um ein vertrauensvolles Miteinander zu fördern und die Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Verschiedene, traditionelle und neue Aufgaben- und Tätigkeits- bereiche fasst das Polizeipräsidium Dortmund nun in dem neuen Kompetenzzentrum, unter der Leitung von KHKin Gülay Köppen zusammen: Kontaktbeamte bzw. -beamtinnen für interkulturelle und - religiöse Angelegenheiten (KIA) Interkulturelle Kompetenz Beauftragte für LSBTIQ* Internationale polizeiliche Zusammenarbeit Politische Bildung und gesellschaftlicher Wandel Auch die im März 2025 eingerichteten "Beauftragten gegen Antisemitismus" sind nun im neuen Kompetenzzentrum beheimatet. Mit KHKin Gülay Köppen und KK Levin Rybak hat Gregor Lange jetzt zwei Mitarbeitende des Polizeipräsidiums mit dieser Aufgabe beauftragt, der gerade mit Blick auf die jüngsten gesellschaftlichen Entwicklungen eine besondere Bedeutung beikommt. "Antisemitismus hat viele Gesichter. Doch egal aus welcher Richtung er kommt, ob er rechtsextremistisch, islamistisch oder linksextremis-tisch ist: Wir dürfen hier bei uns niemals antisemitistischen Hass und antisemitistische Hetze dulden. Nach dem brutalen Angriff der Hamas auf israelische Zivilisten und dem folgenden Krieg mit Israel, ist der Antisemitismus auch bei uns sprunghaft gestiegen", so Polizeipräsident Gregor Lange unmittelbar nach Einrichtung dieses Arbeitsbereiches. Mit KHKin Gülay Köppen übernimmt eine erfahrene Fachfrau die Leitung des Kompetenzzentrums. " Frau Köppen ist seit vielen Jahren als Kontaktbeamtin für interkulturelle und -religiöse Angelegenheiten meines Polizeipräsidiums in der Stadtgesellschaft intensiv vernetzt und bringt diese Erfahrung nun in diesen neuen Arbeitsbereich ein. Ich freue mich, dass wir sie für die Aufgabe gewinnen konnten, denn sie genießt bei allen Beteiligten aus unserer Stadtgesellschaft ein hohes Maß an Vertrauen und Anerkennung", so Polizeipräsident Gregor Lange. "Ich freue mich auf die Verantwortung für das neue Kompetenzzentrum. In meiner vorherigen Funktion habe ich gelernt, wie wichtig die Vernetzung mit den Organisationen und Menschen in unserer Stadtgesellschaft ist. Ein Weg, den wir nun ausbauen. Ein Signal, was bei allen gesellschaftlichen Entwicklungen, die wir gerade feststellen müssen, genau zum richtigen Zeitpunkt kommt," so KHKin Gülay Köppen über ihren neuen Tätigkeitsbereich. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://dortmund.polizei.nrw/presse/fuer-die-sicherheit-zustaendig-ein-konzept-gegen-antisemitismus-gehoert-dazu Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an: Polizei Dortmund Torsten Sziesze Telefon: 0231/132-1030 E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de