260115-2. Zeugenaufruf nach zwei Fällen von Hasskriminalität in Hamburg-Barmbek und -Ohlsdorf
Tatzeiten: I.) 13.01.2026, 01:21 Uhr bis 01:54 Uhr
II.) 13.01.2026, 12:25 Uhr bis 12:35 Uhr
Tatorte: I.) Hamburg-Barmbek, Bus der Linie 607
II.) Hamburg-Ohlsdorf, U-Bahn der Linie U1 Richtung Großhansdorf sowie U-Bahnhof Ohlsdorf
Am Dienstag ist es zu zwei Fällen von Hasskriminalität im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gekommen. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA 73) ermittelt und sucht Zeuginnen und Zeugen.
I.)
In der Nacht zu Dienstag fuhr ein 27-Jähriger mit dem Nachtbus der Linie 607 von Hamburg-St. Pauli nach Barmbek-Nord. Er saß während der Fahrt einem unbekannten Mann gegenüber, der ihn unvermittelt homophob beleidigte und bedrohte.
An der Haltestelle Flachsland stieg der 27-jährige Mann aus dem Bus und wurde dabei von dem unbekannten Täter sowie dessen schlichtend einwirkenden Begleiter verfolgt und durch den Täter erneut bedroht.
Der 27-Jährige lief schließlich zu seiner Anschrift, woraufhin der Täter von ihm abließ. Er erstattete später eine Anzeige über die Onlinewache der Polizei Hamburg und beschrieb den Täter wie folgt:
- männlich
- circa 24 bis 29 Jahre alt
- etwa 168 bis 175 cm groß
- "osteuropäisches" Erscheinungsbild
- bekleidet mit einer dunklen Jacke mit Kapuze, Basecap (mit
Schirm nach hinten getragen)II).
Nach den bisherigen Erkenntnissen des LKA 73 fuhr ein derzeit unbekannter Mann von der Station Fuhlsbüttel kommend mit der U-Bahn-Linie U1 in Richtung Großhansdorf, als er unvermittelt von einem ebenfalls unbekannten Mann rassistisch beleidigt wurde, der an der Station Norderstedt Mitte eingestiegen war.
Am U-Bahnhof Ohlsdorf stiegen beide Männer aus. Im weiteren Verlauf kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den Männern, in die Zeuginnen und Zeugen schlichtend eingriffen.
Der Mann, der zuvor beleidigt wurde, wollte daraufhin den Bahnhof verlassen. Sein Kontrahent folgte ihm und bedrohte ihn mit einem Messer. Die wiederum eingreifenden Passantinnen und Passanten trennten die Männer, die daraufhin ihre Wege fortsetzten.
Einer der Zeugen rief die Einsatzkräfte der Polizei, die trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen keinen der beteiligten Männer mehr antreffen konnten. Der Zeuge beschrieb die beteiligten Personen wie folgt:
Person 1:
- männlich
- circa 175 bis 180 cm groß
- etwa 30 bis 35 Jahre alt
- athletische Statur
- Schwarz
- bekleidet mit einer grünen Warnweste, grüner Hose, schwarzer
Wintermütze und einer schwarzen Sonnenbrille
- trug eine Umhängetasche sowie eine rote Plastiktüte bei sichPerson 2:
- männlich
- circa 195 bis 200 cm groß
- etwa 35 bis 45 Jahre alt
- kräftige Statur
- kurze, dunkle Haare
- Henriquatre-Bart
- bekleidet mit einem grünen, knielangen Parka, einer schwarzen
Wollmütze mit silberner Applikation und schwarzen Schuhen
- trug einen dunkelgrauen Rucksack bei sich und führte ein Messer
mitDie Ermittlungen des LKA 73 zu beiden Fällen dauern an.
Zeuginnen und Zeugen, die die Vorfälle beobachtet haben und/oder anderweitig Hinweise zu den beteiligten Personen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. Insbesondere wird der Geschädigte der rassistischen Beleidigung gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Pap.
Rückfragen der Medien bitte an:
Polizei Hamburg
Nadia Papist
Telefon: 040/4286-56216
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de