Bundespolizeidirektion München: Dreifach zugegriffen – Bundespolizei Waidhaus vollstreckt Haftbefehle bei Grenzkontrollen

Waidhaus - Bei Grenzkontrollen an der A6 hat die Bundespolizeiinspektion Waidhaus am Donnerstagmorgen (22. Januar) mehrere Fahndungserfolge erzielt. Die Einsatzkräfte vollstreckten drei Haftbefehle, zogen Justizschulden ein und übergaben einen gesuchten Mann der Justiz. In der Nacht auf Donnerstag nahmen die Beamten einen per Haftbefehl gesuchten Urkundenfälscher fest. Der 35-jährige Georgier wollte als Passagier in einem Fernreisebus auf der Strecke Prag-Straßburg nach Deutschland einreisen und blieb im Fahndungsnetz der Bundespolizei hängen. Die Überprüfung seiner Personalien ergab einen offenen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Das Amtsgericht Chemnitz hatte den Mann im September 2025 wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt. Da er seine Justizschulden bislang nicht beglichen hatte, erließ die Justizbehörde Haftbefehl gegen ihn. Er zahlte den offenen Betrag noch an der Grenzkontrollstelle und entging somit der angeordneten Ersatzfreiheitsstrafe. Anschließend setzte er seine Reise fort. Noch am gleichen Morgen kontrollierten die Beamten einen 45-jährigen rumänischen Staatsangehörigen. Dabei stellte sich heraus, dass das Amtsgericht Bamberg eine Fahndungsnotiz herausgegeben hatte. Dem Mann wird ein besonders schwerer Fall des Diebstahls vorgeworfen. Nach bisherigen Erkenntnissen steht er im dringenden Tatverdacht, im November 2022 gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen in eine Firma im Raum Bamberg eingebrochen zu sein. Dabei sollen Kabeltrommeln, Kupferdraht und Maschinen im Gesamtwert von rund 16.000 Euro entwendet worden sein. Aufgrund bestehender Fluchtgefahr erließ das Gericht bereits im Mai 2023 einen Untersuchungshaftbefehl. Die Bundespolizisten nahmen den Mann fest und werden ihn im Laufe des Tages dem Amtsgericht Bamberg vorführen. Nur kurze Zeit später erzielten die Einsatzkräfte einen weiteren Fahndungstreffer. Sie stellten einen 28-jährigen rumänischen Staatsangehörigen fest, der zur Strafvollstreckung gesucht wurde. Das Amtsgericht Frankfurt (Oder) hatte ihn wegen Betruges zu einer Freiheitsstrafe von mehreren Wochen oder ersatzweise zu einer Geldstrafe in Höhe von 400 Euro verurteilt. Aufgrund seiner mangelnden Zahlungsmoral erließ die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) einen Haftbefehl gegen ihn. Er beglich den geforderten Betrag noch vor Ort bei der Bundespolizei und durfte weiterreisen. Rückfragen bitte an: Tobias Pfeiffer ____________________________________________ Bundespolizeiinspektion Waidhaus | Pressestelle Vohenstraußer Straße 14 | 92726 Waidhaus Telefon: 09652 8206-106 | Fax: 09652 8206-49 E-Mail: tobias.pfeiffer@polizei.bund.de E-Mail: bpoli.wai.oeffentlichkeitsarbeit@polizei.bund.de Der Zuständigkeitsbereich der Inspektion umfasst die Landkreise Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth sowie die kreisfreie Stadt Weiden und wird charakterisiert durch zahlreiche Hauptverkehrsadern. Zu den Kernaufgaben der Inspektion gehören die Binnengrenzfahndung und die Gewährleistung der Sicherheit von Bahnreisenden. Auf der Grundlage des Schengener Grenzkodex bekämpfen die Waidhauser Bundespolizisten grenzüberschreitende Kriminalität in enger Zusammenarbeit mit der bayerischen und tschechischen Polizei sowie dem Zoll. Im bahnpolizeilichen Aufgabenspektrum setzt die BPOLI Waidhaus einen Schwerpunkt bei der Kriminalprävention und der Gefahrenvorsorge.