Schranken umfahren und mit Zug kollidiert – Fahrer zunächst flüchtig
(TB) Am Bahnübergang an der Weserstraße in Eisbergen kam es am Dienstagvormittag zu einer Kollision zwischen einem Pkw und einem Zug. Glücklicherweise zog sich der Autofahrer lediglich leichte Verletzungen zu.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge fuhr ein zunächst Unbekannter gegen 09:20 Uhr mit seinem Seat an den mit einer Halbschranke geschlossenen Bahnübergang an der Weserstraße heran. Anschließend umfuhr er mit dem Leon die Schrankenanlage und hatte den Bahnbereich fast passiert, als ihn ein in Richtung Rinteln fahrendender Zug erfasste. Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung konnte der Zugführer die Kollision nicht verhindern. Das Fahrzeug schleuderte auf ein angrenzendes Grundstück sowie gegen einen abgestellten Wohnwagen.
Der leichtverletzte Fahrer konnte sich selbstständig aus dem Autowrack befreien und flüchtete anschließend zu Fuß. Der Flüchtige konnte im Rahmen einer Fahndung aufgespürt und festgenommen werden. Hierbei leistete er Widerstand, wobei sich ein Beamter leichte Verletzungen zuzog. Bei dem zunächst Unbekannten handelte es sich um einen Mann aus Bremerhaven. Da sich der Verdacht auf einen Betäubungsmittelkonsum ergab, wurde der 45-Jährige zwecks Blutprobe dem Johannes Wesling Klinikum zugeführt.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss sich der Mann wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, einer Verkehrsunfallflucht sowie des Verdachts einer Fahrt unter Drogeneinfluss und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.
Die insgesamt acht Zuginsassen blieben unverletzt. Der Notfallmanager der Bahn wurde alarmiert und veranlasste deren Evakuierung und Weitertransport. Ein Ersatzzugführer übernahm den beschädigten Zug. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.
Der zerstörte Wagen wurde sichergestellt und abgeschleppt. Der Unfallort konnte erst nach rund dreistündiger Sperrung wieder freigegeben werden. Der Zugverkehr wurde gegen 13:00 Uhr wieder aufgenommen.
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