Witterungsbedingte Glätteunfälle und Verkehrseinschränkungen im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg

Seit ca. 06:00 Uhr ereigneten sich im Bereich der Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen 10 witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Zwei Personen wurden dabei schwer verletzt und es entstanden Sachschäden von insgesamt über 100.000 EUR. Bereich Autobahn 20 Der Schwerpunkt der witterungsbedingten Verkehrsunfälle lag auf der A20. Kurz nach 6 Uhr kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf Höhe der Anschlussstelle Greifswald. Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr der 39-jährige polnische Fahrzeugführer, mit seinem sri-lankanischen Mitfahrer, die BAB 20 aus Richtung Stettin kommend. Kurz vor der Anschlussstelle Greifswald überholt er bei glatter Fahrbahn einen Transporter, welcher sich auf der rechten Fahrspur befand. Beim Wiedereinscheren nach dem Überholvorgang geriet er ins Schleudern, sodass er schlussendlich nach rechts von der Fahrbahn abkam, sich überschlug und anschließend quer zu Fahrbahn auf dem Standstreifen stand. Hierbei verletzten sich die Insassen schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich und wurden durch Rettungskräfte ins Uniklinikum nach Greifswald verbracht. Weiterhin befand sich vor Ort die FFW Gützkow mit zwei Fahrzeugen. Am verunfallten Fahrzeug entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden von circa 60.000 Euro, sodass dieses durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden musste. Zur Bergung wurde die rechte Fahrspur zeitweise gesperrt. Bei weiteren 3 Unfällen entstanden Sachschäden in Höhe von 18.000 EUR: Ein ähnlicher Unfallhergang ereignete sich zwischen Pasewalk und Strasburg, hier kam ein Transporter-Fahrer nach einem Überholvorgang nach rechts von der Fahrbahn ab und im Wildzaun zum Stehen. Weiterhin kollidierte in der Nähe der Anschlussstelle Anklam/Burow die Fahrerin eines Pkw mit der Leitplanke, nachdem sie aufgrund der Glätte nach rechts von der Fahrbahn rutschte. Zwischen Neubrandenburg-Ost und Friedland geriet eine rumänische Transporter-Fahrerin nach links in die Leitplanke. Landkreis Vorpommern-Greifswald Außerhalb der Autobahn ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich des Landkreises ebenso vier Verkehrsunfälle, hier wurde niemand verletzt, es entstanden Schäden in Höhe von über 10.000 EUR. In Gegensee (L28 zwischen Eggesin und der polnischen Grenze) flüchtete ein Pkw-Fahrer, nachdem er nach links von der Fahrbahn abkam und einen Zaun und Hydrantenschild beschädigte. Ein Zeuge verfolgte den Verursacher noch bis in den Nachbarort und verlor dann den Sichtkontakt. Es wurde ein Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort gegen den unbekannten Verursacher eingeleitet. Zeugen, die gegen 07:30 Uhr Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu einem grauen Audi mit Schäden im Frontbereich machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Ueckermünde unter der Telefonnummer 039771/820, über die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. In Eggesin kam eine Fahrzeugführerin während eines Abbiegevorgangs nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem geparkten Pkw. In Ueckermünde rutschte der Fahrer eines Transporters auf dem abschüssigen Gelände des Pflegeheims gegen einen Mülleimer und beschädigte sein Fahrzeug. Der vierte Unfall ereignete sich in Pasewalk. Der Fahrer eines Pkw passte seine Geschwindigkeit nicht den Fahrbahnverhältnissen an und kollidierte mit einem Tor links der Fahrbahn. Landkreis Mecklenburgische Seenplatte In der Nähe von Möllenhagen, in Freidorf, hatte der Fahrer eines Transporters nicht nur die Straßenverhältnisse falsch eingeschätzt, sondern teilweise noch unzureichende Bereifung. Er geriet nach rechts von der Fahrbahn ab, kollidierte erst mit einem Baum und dann mit einer Straßenlaterne. Der Sachschaden beträgt ca. 13.000 EUR, der Fahrer blieb unverletzt. Landkreis Vorpommern-Rügen In Sassnitz entstand bei einem Verkehrsunfall ein Sachschaden in Höhe von ca. 5000 EUR. Die Fahrzeugführerin eines Pkw hat bei Glätte in einer Linkskurve aufgrund unangepasster die Kontrolle verloren und ist nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit einer Laterne kollidiert. Sie blieb unverletzt. Soweit keine Staatsangehörigkeiten benannt wurden, handelt es sich um deutsche Beteiligte. Verkehrseinschränkungen durch Tauwasser Im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sind aktuell mehrere Straßen durch Überschwemmungen beeinträchtigt. Die Polizei fordert alle Verkehrsteilnehmer auf, ihre Geschwindigkeit anzupassen und aufmerksam zu fahren. Das Tauwasser sammelt sich mitunter an unübersichtlichen Stellen und kann eine Gefahr durch Aquaplaning darstellen. Bisher sind folgende Verkehrsbeeinträchtigungen bekannt: Die B197 ist zwischen Glienke und Genzkow seit ca. 12:00 Uhr voll gesperrt, hier pumpt die Freiwillige Feuerwehr weiterhin Wasser ab. Eine Umleitung ist über die Kreisstraße zwischen Genzkow und Glienke möglich oder weiträumig über die L28/L35 zwischen Friedland und Neubrandenburg. An der L35 ist zwischen Neddemin und Neubrandenburg die Einmündung nach Trollenhagen beeinträchtigt, die L35 selbst ist nicht betroffen. Weiterhin ist die L273 zwischen Wolde und Ivenack nur einspurig passierbar, hier ist die Feuerwehr ebenso im Einsatz. Mit weiteren Verkehrseinschränkungen ist zu rechnen. Neben Bundes- und Landesstraßen ist eine Vielzahl an Kreisstraßen betroffen, der Schwerpunkt liegt aktuell im Bereich der Großseenplatte und bei Ribnitz-Damgarten. Die Freiwilligen Feuerwehren sind vielerorts im Einsatz, um das Wasser abzupumpen. Alle Verkehrsteilnehmer sind angehalten, auf die Sperrungen durch Feuerwehr und Polizei zu achten, den Weisungen Folge zu leisten und aufgestellte Beschilderungen zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht zu missachten.Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Neubrandenburg Einsatzleitstelle/ Polizeiführer vom Dienst Carolin Gronwald, Polizeirätin Telefon: 0395 5582 2223 E-Mail: elst-pp.neubrandenburg@polmv.de Rückfragen innerhalb der Bürozeiten: Bitte richten Sie Ihre Nachfragen innerhalb der Bürozeiten an die jeweils regional und thematisch zuständige Pressestelle (Polizeiinspektionen Stralsund, Anklam oder Neubrandenburg sowie Polizeipräsidium Neubrandenburg).