Polizei kündigt verstärkte E-Scooter-Kontrollen an – Regeln beachten

(Gav) Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit steigt erfahrungsgemäß auch die Nutzung von E-Scootern im öffentlichen Verkehrsraum. Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg wird daher ab März in beiden Landkreisen verstärkt Kontrollen an unterschiedlichen Örtlichkeiten durchführen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und auf bestehende Regelungen aufmerksam zu machen. Immer wieder werden Verstöße festgestellt, die sowohl für die Fahrenden als auch für andere Verkehrsteilnehmer ein erhebliches Unfallrisiko darstellen. Die wichtigsten Vorschriften im Überblick: - Mindestalter: Die Nutzung ist ab 14 Jahren erlaubt. - Helm: Eine Helmpflicht besteht nicht, das Tragen eines Helmes wird jedoch dringend empfohlen. - Personenzahl: E-Scooter dürfen nicht zu zweit genutzt werden - es ist nur eine Person zulässig. - Verkehrsflächen: E-Scooter müssen Radwege benutzen. Fehlt ein Radweg, ist die Fahrbahn zu nutzen. Die Nutzung von Gehwegen ist grundsätzlich nicht erlaubt, sofern diese nicht ausdrücklich freigegeben sind. - Alkohol und Drogen: Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie für Kraftfahrzeugführende. Bereits ab 0,5 Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, ab 0,3 Promille mit Ausfallerscheinungen oder ab 1,1 Promille eine Straftat. Für unter 21-Jährige gilt die 0,0-Promille-Grenze. - Handynutzung: Während der Fahrt darf kein Mobiltelefon benutzt werden. - Versicherung: Eine gültige Versicherungskennzeichnung ist vorgeschrieben (aktuelles Versicherungsjahr beachten). Eine Betriebserlaubnis muss vorhanden sein und auf Verlangen wie auch der Versicherungsnachweis vorgezeigt werden können. - Technischer Zustand: Beleuchtung, Klingel und Bremsen müssen funktionstüchtig sein. Technische Veränderungen, insbesondere zur Leistungssteigerung, führen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. - Geschwindigkeit: E-Scooter dürfen bauartbedingt maximal 20 km/h fahren. - Abstellen: Fahrzeuge sind so abzustellen, dass andere Verkehrsteilnehmer - insbesondere Fußgänger, Menschen mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer - nicht behindert werden.Die Polizei weist darauf hin, dass Verstöße konsequent verfolgt werden. Je nach Schwere drohen Verwarn- oder Bußgelder, Punkte im Fahreignungsregister, Fahrverbote oder strafrechtliche Konsequenzen. Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg setzt neben Kontrollen weiterhin auf Aufklärung und appelliert an alle Nutzerinnen und Nutzer, verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll am Straßenverkehr teilzunehmen. Rückfragen bitte an: Sergej Gavrilov Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg Presse-und Öffentlichkeitsarbeit Amalie-Thomas-Platz 1 31582 NIENBURG Telefon: 05021 9212 204 Fax2mail: +49 511 9695636008