20260324-1-PDNMS-Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025 der PD NMS

Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025 für die Stadt Neumünster und den Kreis Rendsburg-Eckernförde im Rahmen eines Pressegesprächs - Kriminalitätsentwicklung folgt dem Landestrend und sinkt Die Gesamtzahlen in allen nachfolgenden Darstellungen sind um ausländerrechtliche Verstöße bereinigt. Ausländerrechtliche Verstöße beinhalten Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz. Diese werden bei unerlaubter Einreise, unerlaubtem Aufenthalt und zugehöriger Delikte erfasst. Derartige Delikte stehen vor allem im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsaufkommen. Ausländerrechtliche Verstöße haben keine direkte Auswirkung auf die Sicherheitslage. Die registrierten Straftaten in der PD Neumünster im Jahre 2025 ohne ausländerrechtliche Verstöße sind auf 18.721 gesunken. Dies bedeutet eine Abnahme um 12,8 % und somit die niedrigste Kriminalitätsbelastung im Zehn-Jahres-Vergleich. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vorrangig mit der Abnahme im Bereich der einfachen Diebstähle (-20,2 %), schweren Diebstähle (-18,7 %) und Rauschgiftdelikte (-46,5 %) zu erklären, wobei der Rückgang bei den Rauschgiftdelikten überwiegend auf das 2024 in Kraft getretene Konsumcannabisgesetz (KcanG) zurückzuführen ist. Insgesamt ist zudem ein Rückgang bei jenen Deliktsbereichen zu erkennen, die der sogenannten Straßenkriminalität zuzurechnen sind. Die Eigentumsdelikte (einfacher und schwerer Diebstahl) nehmen mit 31,1 % den größten Anteil der insgesamt registrierten Straftaten im Bereich der Polizeidirektion Neumünster ein. Die Rohheitsdelikte, welche zur Gewaltkriminalität gehören und zu denen insbesondere die Körperverletzungs- und Raubdelikte zählen, folgen mit einem Anteil von rund 18,9 %. Danach folgen mit einem Anteil von rund 15,0 % die Vermögens- und Fälschungsdelikte. Hier finden sich vor allem Waren- und Warenkreditbetrügereien, bei denen entweder bereits bezahlte Ware nicht geliefert oder bestellte Ware nicht bezahlt wird. Weiterhin beinhaltet dieser Bereich Delikte, die den Phänomenbereichen "Falscher Polizeibeamter" oder "Enkeltrick" zuzuordnen sind, wobei es sich bei der weit überwiegenden Anzahl lediglich um Versuchsstraftaten handelt. Bei den Betrugsdelikten ist wie im Landestrend der Bereich der Cyberkriminalität ansteigend, bei welcher zur Tatbegehung moderne Informationstechnik genutzt wird. In einem Pressegespräch wurde die PKS 2025 von dem Behördenleiter der PD Neumünster, Dirk Czarnetzki, und dem Leiter der Kriminalinspektion Neumünster, Markus Indorf, angemeldeten Medienvertretern vorgestellt. Durch Herrn Indorf wurden die Zahlen und Inhalte erläutert und in einem Gesamtkontext beleuchtet. So erklärte er, dass gezielte Maßnahmen der Polizei -beispielweise die Einrichtung einer zivilen, operativen Einheit, das Anstreben von beschleunigten Verfahren in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Kiel und das Netzwerk mit benachbarten Behörden - maßgeblich für den Rückgang der Straftaten in der PD Neumünster seien. Auch Herr Czarnetzki betonte, dass die Polizeidirektion Neumünster durch die Bündelung und Anwendung verschiedener Maßnahmen einen entscheidenen Beitrag dazu leiste, dass die Zahlen der Straftaten rückgängig seien und sich das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter verbessere. Dennoch betonte er, dass man trotz der sinkenden Zahlen weiterhin als Polizei genauso präsent und aktiv bleibe, um diesen Zustand dauerhaft herbeiführen zu können. Die PKS ist unter folgendem Link einsehbar: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/POLIZEI/DasSindWir/PDen/Neumuenster/_downloads/pks/pks_pdNeumuenster_2025.pdf?__blob=publicationFile&v=2 Rückfragen bitte an: Constanze Becker Polizeidirektion Neumünster Pressestelle Telefon: 04321-945 2222