260401-1. Zeugenaufruf nach Trickbetrug in Hamburg-Bergedorf

Tatzeit: 31.03.2026, ab 18:00 Uhr Tatort: Hamburg-Bergedorf, Wiesnerring Zwei Unbekannte haben gestern einem 93-Jährigen in Bergedorf unter einem Vorwand mehrere tausend Euro Bargeld entwendet. Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen. Den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei zufolge rief gestern Abend zunächst ein Unbekannter bei dem Senior an, gab sich als Kriminalpolizist aus und behauptete, dass der 93-Jährige aufgrund seines Vermögens in den Fokus einer Einbrecherbande geraten sei. Um ihn vor einem möglichen Diebstahl zu schützen, würde man Bargeld bei ihm abholen. Nur wenig später, als der Senior aus seinem Keller kam, traf er vor seiner Wohnungstür auf zwei Männer, die er wie folgt beschreiben konnte: 1. Täter: - circa 28 Jahre alt - schlank - "südländisches" Erscheinungsbild - schwarze Haare - dunkle Bekleidung2. Täter: - kleiner als Täter 1 - circa 45 Jahre alt - "südländisches" Erscheinungsbild - dunkle BekleidungIm weiteren Verlauf verwickelte der mutmaßlich Jüngere den 93-Jährigen vor der Tür in ein Gespräch, während sein Komplize die Wohnung nach Wertgegenständen durchsuchte und fündig wurde. Anschließend flüchteten die beiden mutmaßlichen Trickbetrüger mit einer hohen Summe Bargeld in unbekannte Richtung. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte die ersten Maßnahmen am Tatort, welche nun durch die Fachabteilung für Trickbetrugsdelikte (LKA 431) fortgeführt werden. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben und/oder anderweitig Hinweise zu den Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 040 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. Informationen und Tipps in Zusammenhang mit der Thematik Trickbetrug und -diebstahl: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei Hamburg 876 Vorfälle des sogenannten Call-Center-Betrugs, also der Art des Trickbetrugs, die mit einem Anruf einer/eines vermeintlichen Polizeibeamtin/-en oder einer anderen Amtsperson beginnt. Bei 122 vollendeten Taten erlangten die Täterinnen und Täter über 5,9 Millionen Euro. Die Polizei rät daher Folgendes: - Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl - Kann eine solch abenteuerliche Geschichte, die Ihnen am Telefon erzählt wird, wirklich stimmen? - Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! - Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens. Auch Verwandte, Freunde oder Nachbarn können helfen, solche Taten zu verhindern. - Geht es am Telefon um Ihr Vermögen, welches Sie direkt übergeben sollen, sollten Sie sofort alarmiert sein! - Legen Sie beim kleinsten Verdacht umgehend auf. Rufen Sie dann die Polizei unter 110 oder ihre örtliche Polizeidienststelle an. - Lassen Sie grundsätzlich keine Fremden in Ihre Wohnung! - Führen Sie das Gespräch an der Tür nach Möglichkeit nur bei vorgelegtem Sperrbügel oder durch die geschlossene Tür. - Prüfen Sie die Berechtigung des Gegenübers, Ihre Wohnung zu betreten: Kann die Person sich ausweisen?Weitere Informationen sind unter anderem hier zu finden: https://www.polizei.hamburg/betrug-am-telefon-a-792560 und https://www.polizei.hamburg/haustuerbetrug-a-792004. Zim. Schneller informiert: Jetzt den WhatsApp-Kanal der Polizei Hamburg abonnieren! https://whatsapp.com/channel/0029VahxLAp0gcfMeokHwb0f Rückfragen der Medien bitte an: Polizei Hamburg Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sören Zimbal Telefon: +49 40 4286-56214 E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de